Apell an den Frieden

Werte Freunde. Was uns alle voneinander trennt sind unsere Überzeugungen, bzw. unsere politische Bildung und auch unsere politischen Standpunkte und die Seiten auf denen man stehen mag. Was uns jedoch alle eint, ist der Gedanke des Friedens bzw. die Bewahrung dessen (wofür man erstmal Frieden haben müsste). In Europa herrscht wieder Krieg, und das nicht zum ersten Mal nach dem zweiten Weltkrieg. Unerheblich davon, wer jetzt wen provoziert und wer vor wem Angst haben muss, wer der neue Hitler ist und wer tatsächlich mit der Idee spielt auf europäischen Boden einen Flächenbrand auszulösen – stehen wir dem entgegen, indem wir forden „make peace, not war!“ Wir sollten alle anderen die nicht unsere Meinung zu etwas teilen nicht dämonisieren, oder gar verachten, sondern mit ihnen zusammen für das gemeinsame Ziel protestieren. Spalten tun andere genug, lasst uns uns verbinden und so der Spaltung entgegenwirken. Lasst uns ein Zeichen setzen und unser altes selbst, unser altes Denken überwinden um über uns selbst hinauszuwachsen! Fakt ist, dass es derzeit sehr, sehr verdächtig nach einem sich ausbreitenden Krieg ausschaut, in dem wir (also nicht nur die BRD, sondern vorallem wir Bürger) unwillentlich mit hineingezogen werden. Dazu kommt die Lage im Irak und Syrien, Stichwort IS, die humanitäre Katastrophe im Gaza-Streifen, oder auch die immer noch instabilen Staaten wie Ägypten oder Lybien. Alles hängt miteinander zusammen und alles kann auch letztlich zusammenführen, für einen neuen Weltkrieg. Allein, dass man diese Option heutzutage schon wieder als Gefahr ansehen muss, zeigt wie gefährlich die Situation derzeit ist. Auch wenn einige dies als übertrieben ansehen sollten, die Gefahr dafür besteht, ob es nun so kommen wird sei dahingestellt. Wenn nicht, gibt es zumindest immer noch lokale Herde die gelöscht werden müssen und das schafft man mit Sicherheit nicht durch Waffenlieferungen. Gewalt erzeugt bekanntlich Gegengewalt. Momentan erleben wir Propaganda pur in nahezu allen Gazetten, wird der gleiche Tenor angeschlagen. Nochmal unabhängig davon wer was sagt, oder schreibt, sollte das oberste Ziel immer der Frieden sein, aber dieses Ziel wird derzeit gar nicht erst in Rede gebracht. Statt eben mit dem politischen Feind sachlich zu reden und die Interessen zu verstehen, wird verbal scharf geschossen und von beiden Seiten unpassende Vergleiche gebracht. Die Diplomatie ist in Sachen Ukraine/Russland/NATO gestorben, in Sachen IS braucht man gar nicht erst damit anzufangen, und in Israel/Gaza hats die nie wirklich gegeben. Zudem möchte ich kurz ansprechen was die Demokratie im Jahre 2014 eigentlich ist. Derzeit ist es so, dass wir alle 4 Jahre zur Wahl gehen dürfen, den Rest der Zeit aber die Klappe zu halten haben. In vier Jahren verändert sich viel, in dieser schnelllebigen Zeit sowieso. Menschen werden in die Politik gewählt um die derzeitigen Probleme anzugehen, dessen sie aber nur inflationär nachkommen. Dass sich zu den Altlasten auch neue Probleme auftun, wie derzeit global gesehen, ist fast schon natürlich, auch wenn dieser Gedanke schon befremdlich ist. Sollte der mündige Bürger nicht gerade in solchen Zeit auch seine Meinung kundtun können? Wir haben die Menschen nicht in ihr Amt gehoben um im Falle Israel/Gaza auf ganzer Linie zu versagen, wir haben sie auch nicht ins Amt gehoben um anderen Schabernak zu betreiben. Darum wünsche ich mehr Mitspracherecht, immerhin geschieht der ganze Kram auch in meinem und in unser aller Namen („Im Namen des deutschen Volkes“ – „so wahr mir Gott helfe“). Und für so manche Schandtaten, die man einfach nicht von der Hand weisen kann, will ich meinen Namen nicht hergeben und in den Dreck ziehen lassen. Es wird Zeit dass wir uns bewusst werden wer wir sind. Wir sind keine Lämmer die von den Hirten gelenkt werden, sondern wir sind unsere eigenen gleichberechtigten Hirten, die jedoch keine Schafe unter sich haben. Wir lenken und führen uns selbst auf die Wege die dem Frieden verschrieben sind.
 
„Folge nur dem eignen Fuße,
auch wenn Zweifel an dir zehren.
Keine Bitte, keine Buße,
soll den Seelengrund durchqueren.
Deine Zunge sei der Hirte,
sie war nie ein Teil der Herde –
der sich anschloss, folgte, irrte,
auf dass er gehütet werde!“

Auszug aus ‚Im Ursprung der Schatten‘ von Samsas Traum auf ihrem Album ‚Asen’ka – Ein Märchen für Kinder und solche, die es werden wollen‘
 
Darum lasst euch nicht regieren, sondern tut eure Überzeugung und euren Wunsch nach Frieden kund. Wir sind die 99%, nur durch uns werden Politiker legitimisiert und legalisiert. Auch uns steht es zu, bzw. es ist sogar unsere Pflicht, sie in die Schranken zu weisen. Ich kann jedem zudem das kleine Essay von Henry David Thoreau „Über die Pflicht zum Ungehorsam gegen den Staat“ empfehlen. Es ist nur eine kleine Sache gegen die er sich wehrte, aber es hat eine große Symbolkraft, wenn man erstmal die Schwelle übertritt und für den Frieden einsteht, dann hat man seine Aufgabe gefunden. Lasst euch nicht von euren politischen Standpunkten auseinandertreiben, sondern kommt zusammen und demonstriert friedlich und sachlich für den Frieden. Nur wenn sich die Masse bewegt, kann der Minderheit Einhalt geboten werden! Falls auf diesen Beitrag geantwortet wird, lasst uns bitte nicht nur sachlich bleiben, sondern vorallem auch diskutieren wie das Ziel Friede erreicht werden könnte, abseits des präsent seins. Man muss auch einen Plan entwickeln, damit es nicht nur eine leere Phrase bleibt. Es wäre kontraproduktiv, wenn man jetzt wieder Grundsatzdiskussionen führt und man sich wieder spaltet.
 

Krieg kann keinen Frieden bringen, und Gewalt erzeugt stets Gegengewalt, das fängt schon bei verbalen Entgleisungen an!

 
P.S. WordPress kotzt mich derzeit einfach nur an….
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Über VagabundenReise

Manga und Anime Narr
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