Zeit zu handeln!

Da die Zeit langsam reif wird und ich mir vermehrt Gedanken um meine Zukunft machen muss (die ich ohne Frage schon lange hege und auch immer konkreter werden), soll dieser Beitrag also Informationen liefern, was mich und den Lesern in Zukunft noch erwarten wird. Wer mich kennt und mehr oder weniger meine Beiträge liest, weiss dass ich ein sehr kritischer Mensch bin. Da kritisch sein allein nicht reicht, sondern nur gut ist wenn auch eine gewisse Tatkräftigkeit damit einher geht, müssen auf predigten auch Taten folgen. Um dies zu erreichen, habe ich bereits erste Schritte getan, klein fängt man an, groß endet man. Zu allererst wird auf konventionelle Fleischproduktion geschissen. Das heißt nicht mehr beim Discounter eingekauft, sondern auf dem Markt oder bei Qualitätsfleischern, sprich in Kleinbetrieben, wo ich sicher sein kann, dass die Angebotene Ware, a) frisch und b) regional ist. So werde ich das in Zukunft auch für Gemüse und Obst handhaben, selbst wenn es ein wenig teurer wird. Schluss mit den „Geiz ist geil“ Zeiten, und schluss mit den Lebensmittelpanschereien, wo alle paar Monaten – oh wunder – ein neuer Lebensmittelskandal ans Licht kommt.
Ein weiterer Punkt für den ich mich schon lange entschieden habe ist, Arztbesuche soweit wie möglich zu vermeiden, selbst wenn ich krank bin. Stattdessen vertraue ich auf meine Selbstheilungskräfte, denn den meisten Ärzten traue ich nicht mehr über den Weg. Ärzte die ihre Patienten immer mehr als Kunden ansehen, oder gegen jedes kleine wehwehchen Tabletten verschreiben. In den letzten 4 Jahren war ich wenn es hoch kommt 2 mal krank. Einmal eine Angina, die nach 2 Tagen von selbst abklang, und einmal dieses Jahr im Januar eine Lungenentzündung (zumindest vermute ich es, da ich sehr schlecht atmen konnte, und ständig husten musste), aber selbst die war nach 4 Tagen schon wieder sehr weit abgeklungen. Deren Hauptzeit lag eh in einer Sonntagsnacht, auch wenns die Tage danach noch teils schlimm war, zog ich es vor die Zeit über zuhause zu bleiben, denn Ruhe und Wärme sind die beste Medizin. Ich bin mir vollkommen bewusst das dieses Verhalten auch total schief gehen kann, aber lieber sterbe ich, als das ich mich mit Chemie vollpumpen lasse. Auch stärkt dies das eigene Immunsystem, was durch Medikamentzugabe geschwächt wird, ganz zu schweigen von den Nebenwirkungen… Wenn ich Krankheiten oder andere Unwegsamkeiten nicht alleine beseitigen kann, dann sei es so, aber wenn, dann macht es einen unvergleichlich stärker und selbstbewusster. Ich lerne meinen Körper dadurch besser kennen und kann mich in solchen Fällen viel besser einschätzen. Erfahrungen die jeder machen sollte. Aus Schaden wird man klug heisst es nicht umsonst.Der nächste Punkt betrifft die Unabhängigkeit und die Selbstständigkeit. Ich bin nicht umsonst nach Jena gezogen, da ich u.a. weg von zuhause wollte um auf eigenen Beinen zu stehen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten hat dies auch ganz gut geklappt, denn auch hier gilt das Motto: Aus Schaden wird man klug. Negative Erfahrungen sind der größte Schatz den ein Mensch haben kann, denn daran wächst er. Rückschläge gehören dazu und sollten gebührend honoriert werden.
Seit ich alleine (respektive in einer WG) wohne, habe ich angefangen zu kochen und muss sagen dass es immer besser wird, was zahlreiche Gäste auch bestätigten. Auch will ich immer mehr selbst machen um mich vom Angebot im Supermarkt unabhängiger zu machen. So backe ich mein Brot und Brötchen selbst. Auch mache ich diverse Speisen noch richtig mit der Hand und kaufe nicht einfach fertigsachen. Rotkohl wird geschnitten, gekocht und gewürzt und am nächsten Tag serviert, genauso wie die Tomatensauce und die Pizza selbst zubereitet wird. Der frisch gekaufte Pferdesauebraten wird mehrere Tage in einer Marinade eingelegt und anschließend geschmort! Arbeit wie sie sein muss. Hauptsache langsam und bedacht, was gerade in dieser hektischen Zeit sehr wichtig ist, sich wirklich Zeit für etwas zu nehmen. Nicht nur verbringt man seine Freizeit sinnvoll, sondern man lernt auch gleich fürs leben und lernt seine Grenzen kennen.

Gerade diesen Punkt werde ich in Zukunft benötigen. Ich plane nach dem Studium (wann und ob ist natürlich noch nicht gewiss), nach Norwegen auszuwandern, um genau zu sein, in die Finnmark. Zu diesem Zweck will ich im September diesen Jahres (2013), meine erste Tour in dieses schöne Land machen um Informationen zu sammeln und die Menschen sowie die rauhe aber wunderschöne Natur kennenzulernen. Danach sollen noch 1-2 Touren folgen, eine auf jedenfall im Winter, zur Polarnacht und eine im Sommer zum Polartag.
Das war jedoch noch längst nicht alles und nur das Vorspiel zum eigentlich Ziel in meinem Leben. Ich möchte möglichst unabhänig vom Geld leben und mir mit eigenen Händen ein Blockhaus errichten, so wie es schon viele wunderbare Menschen vor mir getan haben. In dem will ich natürlich leben und einen Selbstversorgergarten errichten, sodass ich möglichst vom Supermarkt unabhängig bin. Diese Art von Leben, schwebt mir bereits seit gut 8 Jahre im Kopf rum, natürlich immer wieder modifiziert, aber der Grundgedanke blieb erhalten. In der Natur zu sein und mit ihr friedlich zusammenzuleben, statt gegen sie zu arbeiten. Aus diesem Grunde werde ich auch NIEMALS in die Rohstoffgeologie gehen (ich studiere Geologie). Weder werde ich dabei helfen Erdöl/Erdgas zu fördern, noch Erze aus dem Boden zu holen, noch Steine & Erden oder sonstige Rohstoffe zu verarbeiten! Auf diesen Grundsatz kann man mich festnageln, da er komplett gegen meine Grundprinzipien verstößt. Zweifelsfrei werde ich eventuell aber meine Masterarbeit über Lagerstätten metallischer Art schreiben, da mich das Thema schon interessiert, dennoch werde ich NICHT in dem Bereich tätig sein. Es lohnt sich jedoch immer auch die andere Seite zu kennen damit man weiß worüber man spricht, dies nur vorneweg.

Sollte dieser Traum, mit Norwegen, funktionieren (Die Sprache lerne ich bereits seit Oktober) dann werde ich auch maximal ein paar Monate im Jahr arbeiten müssen um meine Grundversorgung zu sichern. Es gibt halt in der heutigen Zeit keine 100%-ige Entsagung vom Geld, schon gar nicht wenn ich I-net und Strom (2 Monate duster im Winter!), behalten will^^, soviel hab ich mitlerweile eingesehen. Es ist eher eine Symbiose aus traditionellen und mordernen leben. Zudem will ich weiter reisen und ab und an auch mal zu meiner Familie und Freunden fliegen. Dennoch stell ich mir das Credo mit der Zeit möglichst unabhängig zu werden und meine eigene Existenz durch Manneskraft zu sichern. Ein Haus bauen, ein Baum pflanzen … und ein Kind bekommen? Nun letzteres kann man wohl getrost ausschließen^^. Ein Leben zu führen auf das man stolz sein kann und das voller Abenteuer und Herausforderungen, die es zu meistern gilt, steckt, das ist es was ich mir wünsche. Ein Traum in der in Erfüllung zu gehen droht. Was kommt danach? Nun wir werden sehen, nach Plan geht es eh nur im Kopfkino, die Realität sieht immer anders aus.

Der letzte Punkt den ich ansprechen will ist, mich selbst noch viel besser kennenzulernen, nicht nur die Guten, sondern vorallem die Schelchten Seiten an mir. Gerade dies ist wichtig, nicht nur um mich in Extremsituationen besser entscheiden zu können, sondern auch damit ich einen Einblick in das bekomme was den Menschen bzw. mich, ausmacht. Tief zu schürfen und in unbekannte Ecken vorzustoßen ist das Ziel und fasziniert mich.
Damit sind wir eigentlich auch schon am Ende meiner Ausführung angekommen. Ich hoffe ich konnte euch einen kleinen Einblick in meine Pläne geben und hoffe das zumindest einiges hiervon nachahmer findet um dieses kranke und im sterben liegende System den letzten Stoß zu geben und es über den Jordan zu schicken! Nur wer auch tatsächlich handelt kann was ändern. Bloßes reden hilft da leider nicht weiter, ist jedoch der erste Schritt. Aus einer Idee wird ein Gedanke, aus einem Gedanken wird eine These, aus einer These wird eine Utopie bzw. ein Traum und aus einem Traum bzw. einer Utopie wird durch Handeln die Realität. Es liegt bei uns!

Vagabund =)

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Über VagabundenReise

Manga und Anime Narr
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