Selbsterkenntnis

Mit dem Alter kommt die Weisheit sagt man, bei manch einem kommt sie nie, bei einem anderen zu spät und bei wieder anderen schon sehr früh.
Was ich damit sagen will ist, dass man mit der Erfahrung seinen Platz kennen lernt. Ob man ein Durchschnittsmensch ist der von allen etwas kann aber nichts perfekt wie ich, der dieselben Fehler immer wieder tut und wenn dann erst nach langer Zeit aus diesen lernt und seinen Weg auf stummen Schreien aufbaut. Andere wachsen mit der Zeit über sich hinaus und hassen Stillstand ihrer selbst. Wieder andere liegen unterhalb des Durchschnitts und können sich zu nichts oder nur zu wenig motivieren.

Wie gesagt gehöre ich in die erste Gruppe – ein Durchschnittsmensch der vieles kann aber nichts richtig gut. Ich habe mich mittlerweile damit abgefunden, jedoch versuche ich noch immer teilweise über mich hinauszuwachsen, doch auch hier muss ich langsam aber sicher die unsichtbaren Grenzen einsehen die ich mir wahrscheinlich sogar selbst erbaue und nicht zum Einsturz bringen kann. Ich tue oft so als hätte ich Ahnung von bestimmten Dingen, jedoch – wenn es hart auf hart kommt – meke ich dass ich überhaupt nichts weiss. Ich tue immer hoch philosophisch, dennoch kratze ich meistens nicht mal an der Oberfläche eines solchen Problems. Ich wollte in Zukunft eigentlich mal eine eigene Abhandlung schreiben, jedoch wird mir immer klarer das ich dazu geistig gar nicht im Stande bin. Klar gibt es Sachverhalte die mich bewegen und zu denen ich auch was zu sagen habe, dennoch reicht dies gesagte nie tief genug, sodass es lesbar wäre. Schopenhauer kritisiert unter anderem Hegel für seine Scheinphilosophie, dass dieser nur „scheinen“ aber nicht „sein“ will. Genauso sehe ich mich inzwischen. Oder besser gesagt ich will „sein“, schaffe es aber nicht und verzettel mich im „scheinen“.
Immer wenn ich versuche einem Gegenstand auf dem Grund zu gehen, entfernt sich dieser noch immer weiter von mir und ich bleibe in meiner eigenen beschränkten Sichtweise haften ohne dass ich mich in andere hineinversetzen, oder das Problem von einem anderen Standpunkt aus betrachten könnte.

Ich denke schon das ich – sowie jeder – das Potential habe zumindest in einem Ding wahrlich zu „sein“. Genauso denke ich dass jeder singen kann, er muss nur das richtige Lied für sich finden, egal wie komisch die Stimme oder der Gesang auch ist. Hier stellt sich also nun die Frage ob ich mich gänzlich der Erkenntnis hingebe oder aber nach dem einen, das mich „sein“ lässt suche und es packe. Nach meiner Reise in den Thüringer Wald habe ich auch eine andere Erkenntnis gemacht die ich jedoch erst noch niederschreiben werde.

Vagabund =)

Über VagabundenReise

Manga und Anime Narr
Dieser Beitrag wurde unter Gedanken zum Leben veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s