Zurück nach Dushanbe

In Dushanbe angekommen, haben wir erstmal wieder in unser geliebtes Hotel eingecheckt und uns von Humron und Eugeni fürs erste verabschiedet.
Danach ging es erstmal unter ne kalte Dusche (weil kein warmes Wasser vorhanden war) und Nachrichten schauen im TV. Später ging es dann zum essen an den altbewährten Schaschlikständen, wo wir uns nen kühlen Apfelsaft (für mich) und ein kühles Baltika ciem (für Martin) gönnten. Den Rest des Abends haben wir dann auch nur gegammelt und Weiber geglotzt xD. Schon in den Dörfern liefen lauter Schönheiten rum, die aber im Gegensatz zu den Stadtleuten, das gewisse etwas hatten und so neben dem Auge auch den Geist beschäftigten. In Dushanbe wars einfach nur ein Genuss fürs Auge nicht mehr und nicht weniger. Eine Befriedigung der physischen Sinne.

Am nächsten Tag schließlich sollten wir nocheinmal ins Gelände, jedoch nur ca. 45 Autominuten von Dushanbe entfernt, wo ein Inselartiger Aufschluss stand den Martin sich unbedingt mal anschauen wollte. Auch ich hab dann schnell Blut geleckt und diese gut 50 m hohe Wand mit in mein Reportoire für die Bachelorarbeit aufgenommen. Soll dann quasi den krönenden Abschluss darstellen, da es mit Sicherheit auch Aufwendiger und länger dauern wird, als die restlichen Aufschlüsse die ich besprechen will.
Unterwegs waren wir mit Stas – Eugenis Sohn, der sehr gut und fließend Englisch spricht, und again Humron unseren treuen Fahrer. Zudem war noch dessen Sohn mit von der Partie, wahrscheinlich nur weil er nichts wirkliches zu tun hatte. Als wir schließlich ankamen, verabschiedeten wir uns für etwa 4 h und machten uns auf den Weg, den großen Klotz zu erkunden, den auch Bauern mit ihrem Vieh besteigen, da sich auf dem Top dessen eine schöne (wenn auch schmale) Weide befindet. Dieser Aufschluss übertraf die anderen, denn dort hat man sehr feine und klare Strukturen gesehen, die sonst eher selten sind hier aber zuhauf auftreten.
Als wir letztlich oben waren, haben wir erstmal ne kleine Pause gemacht und die Aussicht genossen. Nicht nur auf die Stadt runter sondern auch auf die Berge dahinter, in denen es gerade mächtig zu schütten begann. Schließlich machten wir uns auch wieder auf den Weg, und just in diesem Moment kam uns ein Schäferhund entgegen, der uns bis nach unten begleitete. Die beiden Kinder die die Rinder mit hüteten, passte das vermutlich gar nicht, denn einer der beiden hatte ständig versucht den Hund zurückzupfeifen was ihm total misslang^^. Er wich nicht von unserer Seite und begleitete uns bis nach unten hin, wo er dann neben einer Wand im Schatten liegen blieb. Wir sind dann zurück zum Treffpunkt wo die drei schon auf uns warteten und Non (das Brot), sowie Tee und Kefir für uns hatten. So genossen wir das kleine Picknick, was von einer Ameisenstraße auf der sich die Decke befand mehr oder weniger gestört wurde. Nach dieser Stärkung ging es dann zurück nach Dushanbe, wo wir noch einen Tag vor dem Abflug verbrachten, der im wahrsten Sinne des Wortes langweilig und monoton war. Wieder saßen wir den ganzen Abend an einem der Schaschlikstände, quatschten und glotzten. Da wir am nächsten Morgen fliegen sollten entschieden wir uns noch ein paar Stunden zu schlafen bevor wir um drei Uhr von Stas abgeholt werden, der uns dann zum Flughafen bringt. Danach waren wir auch relativ munter, was nochmals durch das Gedränge am Check-In befördert wurde. Bei uns stellt man sich schön in einer Reihe an und wartet bis man dran ist, dort ist es eine Masse die schiebt, drängelt und völlig unorganisiert als erste durch will. Irgendwann haben wir auch das geschafft und wir verabschiedeten uns von Stas und baten ihn Humron und seinen Vater unseren besten Dank auszurichten. Als dann unser Gepäck gescannt wurde und wir vor dem Personen Scanner standen und nicht durch durften da die Hinterhalle für deren Verhältnisse vermutlich zu voll war (es war jedoch noch genügend Platz), lief der Gepäckscanner immer Weiter und am Ende des Bandes fiel dieses einfach runter auf den Boden, selbst Wertgegenstände von Leuten sind einfach runtergeklatscht und keiner vom Personal hat auch nur den Finger gekrümmt um das zu verhindern. Erst auf Proteste von uns und anderen Leuten haben sie das Band angehalten und uns durchgelassen…. Sehr gute Organisation kann man dazu nur sagen. Es ging dann insgesamt doch recht schnell bis wir in der Halle saßen, ziemlich schnell sogar im Vergleich zur Ankunft.
So saßen wir dann noch mehr als 1 h in der Halle, da unser Flugzeug verspätet losfuhr, denn wie sich nachher rausstellte, hatten wir hinten einen kranken an Board, der auf einer Trage lag und demzufolge erst noch Sitze ausgebaut werden mussten.
Der Flug war soweit angenehm, die meiste Zeit hab ich jedoch verpennt mit Musik im Ohr. Beim starten haben wir noch die wunderschönen Schnee- und Wolkenbedeckten Berge des Tien Shan gesehen.
In Istanbul letztlich angekommen, hab ich mich noch ein wenig umgesehen und als wir dann ins nächste Flugzeug stiegen ging es los in Richtung Heimat. Ich hab dann mal wieder die Zeit über geschlafen, da es eh nichts zu tun gab im Flugzeug und ich durchaus müde war. In Berlin angekommen ging es recht schnell mit dem Check-out sodass wir uns in den nächsten Buss saßen, der zum HBF fuhr. Dort angekommen trennten wir uns, da Martin zurück nach Jena fuhr und ich zu meiner Family nach Usedom auf dem Weg war. Und hier endet schließlich auch unsere Reise nach Tadschikistan.

Ich kann nur sagen, das ich durchaus positiv überrascht war über Land/Leute und Natur dort. Es ist ein echter Geheimtipp, insofern man einen Führerschein besitzt, Geduld hat und Tadjik oder Russisch spricht, bzw. das nötige Kleingeld für einen Touristenführer hat. Prinzipiell verirrt sich aber kaum ein Ausländer dorthin, sofern man nicht beruflich da ist oder bei einer NGO arbeitet.
Ich wäre gerne noch länger da geblieben, aber was soll, letztlich wartete zuhause auch Arbeit auf uns, sodass es doch an der Zeit war „goodbye“ zu sagen.

Bis demnächst

Vagabund =)

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