Aufenthalt in Dushanbe

Gesagt getan. Am 2. Mai ging es dann los. Über Berlin Tegel nach Istanbul und dann schließlich in die Hauptstadt Tadschikistans: Duschanbe. Nach etwa 7 h reinen Flug kamen wir morgens gegen 5 Uhr Ortszeit bei lauschigen 15°C Außentemperatur und nem herrlichen Sonnenaufgang an. Als wir jedoch die Flughalle betraten, mussten wir feststellen, dass ein riesiges Heizgerätgleich neben der Tür aufgestellt wurde, was den Raum auf gefühlte 60°C hochheizte. Anschließend standen wir dann in einer gut 10 m langen Reihe zum auschecken, was uns etwa 1 h gekostet hat. Grund dafür waren korrupte und faule Bullen. Man stelle sich vor, man kommt morgens in einem übelst aufgeheizten Raum an, will nur noch schlafen und hat keine Lust zu stehen. Und das ne Stunde lang! Einige konnten dies wohl nicht ertragen und haben mal eben mit ein wenig Bares ausgeholfen. Schwups waren diese durch die Kontrollen durch. Anständig wie wir sind haben wir natürlich gewartet, auch wenns genervt hat.

Als wir dann endlich durch waren, wurden wir von unseren Dolmetscher und Organisator Eugeni und unserem Fahrer Humron abgeholt. Anfangs war ich noch etwas skeptisch, denn Eugeni ist 58, spricht kein fließend Englisch oder Deutsch (hat aber im nachhinein alles wunderbar geklappt und wir konnten uns gut verständigen), und hat sich im Februar sein Bein verletzt weshalb er am Stock lief.
Danach ging ess dann erstmal ins Hotel was nicht allzu weit vom Flughafen entfernt gelegen ist. Über Straßen die teilweise gar keine sind, wo mehr Schlaglöcher als Asphalt vorherrscht und teils 2 km lang mitten in der Stadt überhaupt kein Asphalt liegt wurden wir gut durchgeschüttelt. Im Hotel angekommen, hat Eugeni dann dafür gesorgt dass wir uns Registrieren konnten (bzw. mussten) und dass wir nen Zimmer bekamen. Innerhalb von 3 Tagen muss man sich Registrieren lassen, den Grund dafür kennt vermutlich keiner so genau, auf jedenfall kann das auch schon einige Tage in Anspruch nehmen, für gerade einmal zwei kleine Zettel, die nicht einmal 5 Minuten in Anspruch nehmen^^. Hatte ich schon erwähnt das die Bullen dort korrupt und Faul sind? Ok, fairerweise muss man sagen, dass man dort auch kaum was verdient. Wir haben von nem Tadschiken erfahren, dass Lehrer etwa $ 50 pro Monat an Gehalt bekommen. Bei den Polizisten siehts nicht gerade anders aus.
Das Hotel an sich war von außen nett anzusehen, von innen jedoch erfüllt es nicht diesen Standart den es von außen verspricht. Es gibt in den Zimmern keine Waschbecken (wie waren in der ganzen Zeit in 4 verschiedenen Zimmern), und in einigen auch kein Warmes Wasser bzw. keine funktionierende Klospülung. Aber naja, als Geologe hat man generell nicht so große Ansprüche, weshalb wir das eher mit Lachen hingenommen haben =).

Die nächsten drei Tage haben wir in der Stadt verbracht aufgrund fehlender Registrierungsscheinchen. Wir sind in dem Stadtteil gekommen wo der Präsident seinen Sitz hat und dementsprechend ist es auch schön hergerichtet (siehe Bilder). Teilweise sahe es auch so aus wie in Dubai von den Bauten her. Durchaus schön, aber wenn man sich den Rest der Stadt ansieht und bedenkt dass die Straßen kaputt sind und es viele Bettler gibt, Frauen mit Kinder dann ist das Geld mal wieder ungerecht verteilt. Dieses „Elend gepaart mit Reichtum“ haben wir aber auch nur in den Städten gesehen, allen voran Dushanbe. In den Dörfern sah das alles ganz anders aus aber dazu später mehr =).
Nachdem wir nun auch Postkarten geschrieben haben, die noch immer nicht in Deutschland angekommen sind (heute: 6.6.2012) sind wir dann auf den Opernplatz direkt vor unserem Hotel gegangen und haben Schaschlik gegessen. Es gibt dort 4 Schaschlik Stände an jeder Ecke des Platzes einen und in der Mitte ist ein großer Springbrunnen mit nicht allzu sauberen Wasser. Man kann froh sein wenn einem die Gischt nicht trifft xD.
Essen war soweit ganz lecker, weshalb wir den nächsten Tag auch nochmal dorthin gingen und an sich den ganzen Abend dort saßen. Viel mehr hat die Stadt auch nicht zu bieten für Ausländer die generell – abgesehen von NGO’s und uns – nicht so häufig dort erscheinen^^.
Zum Frühstück gingen wir in ein – ja wie sagt man dazu – Lokal? Auf jeden Fall konnten wir dort für gerademal € 1,50 sehr gut und viel essen. 1 Brot (nen kleines Fladenbrot), 2 Eier, ne Kanne Tee, und drei Würstchen für das bisschen Geld bekommt man in Deutschland nicht.

Am Tag vor unserer Abfahrt ins Gelände sind wir dann noch einkaufen gefahren. Mussten ja für 2 Wochen Feld genug beisammen haben für 4 Leute. Zuerst ging es in einen regulären Supermarkt wo auch viele Deutsche Produkte vorzufinden waren. Dort kauften wir uns dann auch nen 3 kg Tilsiter der am Ende auch fast alle wurde =). Am nächsten Tag ging es dann auf den Basar. Ein riesiges Gelände mit etlichen Verkaufsständen! Alles frisch und lecker, sauber aufgestellt. Da hat man alles bekommen von Gewürzen über Tomaten und Kartoffeln. Alles! Danach ging es dann auch schon auf große Fahrt zu unserem ersten Ziel.

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