Tag 09: Mo. der 08.08.2011

„Aviemore ist schön“

So denn, nachdem ich aufgestanden bin, hab ich mich erstmal in meine noch nassen Schuhe mit 2 Paar Socken drüber gequetscht und bin in die Stadt um ins Internet zu gehen und einzukaufen.

Aviemore ist sehr klein, aber umso schöner! Man kann sagen die Stadt ist auf dem Boden geblieben, überall kleine Geschäfte und Häuser aus Holz und Naturstein. Morgen mache ich dann einige Bilder davon, wirklich schön. Ich war dann für etwas über 1 Stunde im Internet und habe Mails beantwortet sowie das neuste Bakuman Chap gelesen, was mal wieder auf einen Katastrophalen Arc zusteuert… Wenn das so weiter geht hör ich wirklich auf es zu lesen!

Danach ging es dann zu Tesco, wo ich recht preiswert für 8,54 Pfund eingekauft habe, sollte für die nächsten Tage mehr als reichen. Zwischendurch hat es immer mal wieder ein wenig geregnet, auf den umliegenden Bergen etwas mehr, zumindest waren sie zweitweise kaum zu sehen. Man merkt auch sofort, dass man in der nähe des National Parks ist, denn überall sind Läden die Outdoor kram anbieten, von Kajaks über Bergsteiger Ausrüstung. Ich übertreibe nicht wenn ich sage, dass 50% der Geschäfte damit ihr Geld verdienen. Auf meinem Weg von Tesco zum Hostel sah ich ein richtiges Internetcafe, indem in dem ich vorher war, gab es nur 2 PC’s (1 Stunde = 4 Pfund), was auch eher einem kleinen Cafe im eigentlichen Sinne entspricht. Vielleicht komme ich in dem anderen Laden billiger ins Internet und vielleicht gibt es da auch ein Headset zum Skypen.

Auf meiner Reise bisher habe ich auch kleine Sachen wertschätzen gelernt, auch Dinge die Zuhause alltäglich sind und denen man sonst keine Beachtung schenkt. Z.B. habe ich im Bothy unterhalb des Devils Point zwei Radfahrer getroffen. Der Mann hat mir dann Schokolade angeboten, was nach Tagen mit Wasser und Brot eine wahre Euphorie Explosion herbeirief. Obwohl es nur ein Stück Schokolade war, hat es mein Gemüt erheblich gebessert. Auch Schaufel ich jetzt nicht mehr alles sinnlos in mich hinein, wenn ich in Städten bin. Ich esse bewusster was man beim wandern auch muss. Viel Obst (Bananen, Nektarinen, und eine Mango). Gut daneben hab ich noch Toast, Himbeermarmelade und ein kleines Glas Nutella gekauft aber sonst war’s das^^. Auch ist es irgendwie komisch. Kulinarisch unterscheidet sich Schottland nicht wirklich von Deutschland (von Spezialitäten mal abgesehen) und trotz dessen, dass ich 15-20kg auf dem Rücken, mehrere Kilometer am Tag laufe, verspüre ich kaum Hunger, sodass ich maximal 2 Toast Sandwiches und ne Banane esse. Trinken tue ich jedoch ne menge, da viel Wasser durch das schwitzen verlorengeht. Trotz des falschen Weges den ich gestern eingeschlagen habe und den damit verbundenen Problemen und Schwierigkeiten, bereue ich nicht diesen Weg gegangen zu sein. Ich habe ihn mir im vollen Bewusstsein meines selbst ausgesucht und wusste dass es nicht leicht werden würde.

Wenn man etwas gibt, dabei sei es egal was, bekommt man auch etwas Äquivalentes zurück und sei es auch nur eine Erkenntnis oder eine überwältigende Inspiration. Das ganze Leben besteht aus geben und nehmen und solange man nichts als gut oder schlecht anredet, sondern alles so nimmt wie es ist (denn nichts anderes ist es), erst dann kann man wahrlich glücklich werden und alle Situationen im Leben meistern. Was das anbelangt ist die Theorie mal wieder perfekt nur die Umsetzung hapert noch^^. Wir sollten unser Leben alle nicht so ernst nehmen, denn schließlich hat es irgendwann mal ein Ende und dann ist alles egal was man vorher gemacht hat. Man muss – um glücklich sterben zu können – sein Leben mit jeder Faser und jeder Sekunde genießen! Im vollen Zuge eins mit der Natur werden und sich von ihr unterweisen lassen. Dies ist der Schlüssel zur Weisheit, sowie zum Seelenfrieden.

 Zwischenkapitel: „Flussgleichnis“

Der Mensch ist ein Fluss. Bei der Geburt gleich er einem kleinen Rinnsaal, mit zunehmendem Alter wird er jedoch größer und wilder.

Der Körper bildet die physischen Grenzen des Flusses, was wiederum einem Flussbett gleichkommt. Der Geist hingegen bestimmt, wie tief der Fluss sich ins Flussbett eingräbt – d.h. je höher er gelegen ist – desto mehr formt er seine Landschaft und je mehr definiert er seine Form und Haltung. Das Wasser des Flusses sind seine Gedanken, Ideen, Weisheiten und Wahrheiten. Gespeist wird der Fluss von mehreren anderen Bächen oder Flüssen, von äußeren Gedanken, welche mit dem Hauptfluss zusammenfließen, sich vermischen und somit eine neue Einheit und Wahrheit bilden.

Die Mäander eines Flusses stellen seine Richtungsänderungen, welche er durch die Jahre hinweg erfährt, dar, genauso wie beim Menschen. Betrachtet man dies jedoch mit genügend Abstand, so erkennt man in all den Kurven eine Hauptrichtung in die der Fluss zusteuert, nämlich in den großen Ozean der Weisheit. Wie ein Fluss, wild und unzähmbar sein kann, so kann er an anderer Stelle ruhig sein, dies hängt u.a. vom Wasserdargebot und vom Flussbett an sich ab. Ist der Input zu hoch, ohne das es verarbeitet werden kann, so erodiert der aufbrausende Fluss sein Flussbett und übersteigt dessen Grenzen um sich neu zusammeln und seinen Lauf neu zu bestimmen.

Der Fluss nimmt und gibt, genauso wie alles andere in der Natur. Am Prallhang verleibt er sich Erde ein um sie am Gleithang wieder abzugeben.

Die Lebewesen im Fluss selbst, wie Insekten oder Fische, sind die materialisierten Gedanken und Weisheiten die sich aus der Gedankenmasse während des Lebens abheben und zum Leitgedanken des Wesens werden. Die kleineren von ihnen, wie Insekten sind Fragmente von größeren, die mal in jüngeren Jahren als Leitgedanke fungiert nun aber überholt sind. Diese können jedoch, da sie selbst Wahrheiten sind, von größeren Lebewesen wie Fischen eingenommen werden, sodass der Gedanke eine neue Form bekommt.

Im Laufe seines Lebens, vom kleinen Rinnsaal zum reißenden Strom, fließt der Fluss stets Bergabwärts um zum Ozean der Weisheit zu gelangen und seinen Teil dazu beizutragen.

Entdecke den Fluss in dir und verleihe ihm Tiefe!

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