03 Japanisch lernen – 日本語を勉強します。

Freitag, der 15. Januar 2015

Vorgeschichte:

Ich habe bereits vor ein paar Jahren angefangen mich ein wenig mit japanisch zu beschäftigen, jedoch hat sich das mit der Zeit von selbst beendet, da mein eigentliches Studium mich mehr und mehr in Anspruch nahm. Zudem hatte ich niemanden um das gelernte auch praktisch anzuwenden.
Da ich seit letztem Jahr eigentlich weiss, dass ich nach Japan möchte, habe ich dementsprechend versucht mich auch schon etwas darauf vorzubereiten und durch – von meinen neuseeländischen Arbeitskollegen freundlicherweise bereitgestellten – Arbeitsmaterialien, im Juli mit dem Selbststudium, neben der Arbeit angefangen. Da damals noch sogut wie kein System dahintersteckte, waren die Erfolge auch lediglich auf einige Phrasen und Vokabeln begrenzt. Zumal es auf Dauer zu anstrengend war 12 h am Tag zu arbeiten, und sich dann noch hinzusetzen um was zu lernen.

Neue Wege:

Ab Ende Dezember letzten Jahres wird dies nun intensiviert, so habe ich mich nach verschiedenen Methoden umgesehen um möglichst effektiv japanisch zu lernen und ein solides Basiswissen aufzubauen, damit ich im Land der aufgehenden Sonne nicht ganz so blöde dastehe.
Meine Materialien sind ein herausragendes amerikanisches Lehrbuch, was ich mir von meiner damaligen Arbeitskollegin abfotographiert habe. Mit Namen ‚Yokosoo – An Invitation to contemporary japanese‘. Ein Werk das ich anfangs noch argäugisch begutachtet habe, zumal es schon einige jährchen auf den Buckel hat (1994) und mittlerweile im Handel auch nicht mehr zu finden ist. Was dieses Buch auszeichnet sind neben den standardtypischen Lektionen, der hohe Kanjianteil. Für mich ein wichtiger Punkt. Die Bücher die man im Deutschen Raum von namenhaften Verlagen wie Langenscheidt oder Pons findet sind a) nicht ausreichend, b) zu kurz angelegt und c) in Sachen Kanji nicht weitreichend bestückt.
Am Ende eines jeden Kapitels gibt es eine Vocabelliste, zudem auch Bereiche wo das Lesen mit den gelernten Vokabeln gefordert wird und auch Schreibübungen die graduell schwieriger werden vorhanden sind. Neue Kanji sind noch mit Furingana (kleine Hiragana über den Kanji um zu wissen wie man diese ausspricht) versehen, wohingegen diese im Verlauf bei denjenigen Kanji wegfallen. Zudem ist alles sehr anschaulich und leicht verständlich erklärt, allen voran auch an Beispielen, was das Verständnis ungemein vereinfacht. Falls jemand japanisch lernen möchte und das Buch noch antiquarisch findet – das ist es!
Derzeit beschäftige ich mich also hauptsächlich mit dem lernen der Grammatik – dem Grundbaustein einer Sprache. Neben dem konjugieren von Verben und der deklination von Adjektiven (wo man nebenbei noch die Kanji zu den einzelnen Wörtern lernt), versuche ich mich auch immer mehr im schreiben von Sätzen die auf den gelernten Wortschatz und die Grammatik zurückgehen. Diese werden dann auf Lang-8 veröffentlich, eine freie Plattform wo man Sätze/Aufsätze in seiner Zielsprache veröffentlichen kann um sie von den jeweiligen Muttersprachlern korrigieren zu lassen! Eine klasse Website die zudem auch kostenlos nutzbar ist.
Eine Seite der etwas anderen Art ist NewsWeb Easy, eine Nachrichtenseite der NHK (japanische Nachrichtenagentur), welche Texte und Beiträge in vereinfachter Form (mit Furingana) präsentiert. Dazu ist noch optional ein button zu betätigen, welcher einem die Nachricht vorliest und so die Aussprache nochmal überprüft werden kann.

Was ich noch als letztes vorstellen möchte ist die JLPT (Japanese Language Proficiency Test), welcher sich in 5 Level aufspaltet, von N5 (Anfänger) bis N1 (quasi Muttersprachler). Für jede Stufe gibts diverse Kanji zu lernen und Grammatik zu verstehen. Die dazu gehörigen Workbooks und Materialien können auch gedownloadet werden, siehe hier. Natürlich ist der Test nur dann wichtig wenn man einen Nachweis über seine Kenntnisse benötigt, was für mich (zumindest derzeit) eher unwichtig ist. Jedoch habe ich gehört, um nen ordentlichen Job in Japan zu bekommen benötigt man schon mind. N2 Niveau. Damit meine ich also einen Job abseits der Saison-/Freiwilligen-/und Lehrerjobs. Auf das Niveau werde ich wohl während meines Aufenthalts dort nicht kommen, aber mein Ziel ist es ein solides N3 Niveau zu erreichen, was denke ich durchaus machbar ist. Vergleichbar ist es mit dem europäischen Referenzrahmen nur damit man ein Bild davon bekommt.

Jetzt heisst also alle Ressourcen zu nutzen und mir so viel wie möglich an Wissen aneignen. Wie bereits geschrieben liegt mein Fokus derzeit vorallem auf der Grammatik und auch auf Kanji um einen Wortschatz aufzubauen. Sitzt die Grammatik erstmal ist der Rest nur noch Vokabeln lernen und anwenden. Kommunikation wäre zum jetzigen Zeitpunkt auch klasse, in Form eines Tandems am besten, aber bis dato hat sich keiner auf meine Anfragen gerührt. Wie auch immer bin ich zuversichtlich durch die Vorbereitung einen entscheidenen Vorteil in Japan selbst zu haben, als hätte ich nichts gemacht, da ich auch nicht vorhabe eine Sprachschule aufzusuchen. Die Zeit habe ich erstens nicht und das Geld ebenso wenig. Daher setze ich alles auf Kommunikation im Alltag und bei Hosts entweder durch wwoofing oder durch couchsurfing.

Falls noch jemand Tips und Anregungen hat, immer her damit!

2 Antworten zu 03 Japanisch lernen – 日本語を勉強します。

  1. Cidar schreibt:

    Sei gegrüßt ひげを持つ男,

    Japanisch kenne ich fast gar nicht, bis auf die Namen der Schriften – Kanji, Hiragana und Katakana, ab da gibt es für mich nur Google Translate :P

    Weil ich Sprachen an sich aber interessant finde, bin ich hier und da mal auf Seiten und Personen gestoßen, die sich eher damit beschäftigen, auch wenn es bei mir meistens um Spanisch und Mandarin ging.

    Was davon dich vielleicht interessieren kann ist Benny:
    http://www.fluentin3months.com/japanese-learning-resources/

    Zu beachten sind die weiterführenden Links. Denn wie mit vielen anderen Sprachen und deren Ländern, hat er auch über seine Erfahrungen mit Japanisch in Japan berichtet.

    Ein Typ der vernarrt in Sprachen ist – er möchte diese recht schnell im Alltag anwenden können. Habe ich schon längere Zeit nicht mehr verfolgt; seine eigenen Erfahrungen mit Japanisch können für dich vielleicht von Interesse sein.

    Sowohl Duolingo als auch Memrise kenne und nutze ich unregelmäßig – ein Vergleich von beiden fällt mir schwer.
    Vor Duolingo habe ich Busuu eine längere Zeit genutzt – ist inzwischen aber total umgebaut worden, wäre mal wieder interessant anzuschauen; vor einiger Zeit ging es nur mehr und mehr in Richtung Premium-Zwang – würde mich überraschen, wenn sich das geändert hat. Damals war es so etwas wie eine Mischung aus Duolingo und Lang-8.
    Lang-8 kenne ich jetzt nur aus deiner Beschreibung, werde dort demnächst einmal reinschnuppern

    Wünsche dir weiterhin viele weitere Blogeinträge, 冒険を愛する人 :)

  2. VagabundenReise schreibt:

    Mensch ich fall vom Glauben ab! Das es dich noch gibt :D Wo haste dich all die Zeit über rumgetrieben? Nicht mal auf Skype warste online!
    Ansonsten danke für dein Kommentar =). Bennys Seite kenne ich schon und hab mir auch dort bissle was zu durchgelesen. Da ich hauptsächlich auf Quellen zurückfgreife die kostenlos sind, sind die meisten seiner Empfehlungen nichts für mich. Aber schon interessant was der Typ so macht^^.

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