09 Kagoshima-City (鹿児島市)

Mittwoch, der 11. Mai 2016

Kagoshima war seit langer Zeit ein Hauptreiseziel für mich und so kann es nicht verwundern, dass es gerade diese Stadt war die mich an Kyushu am meisten reizte, allen voran allerdings wegen dem Sakurajima, einem aktiven Vulkan nur 15 Fährminuten östlich von hier. Wie ein Mahnmal ragt er gute 1.100 Meter in die Höhe hinauf und speit alle paar Tage Asche. Aber um dieses Prachtexemplar eines Vulkans soll ein andernmal ausführlicher berichtet werden =).

Wie es oft so mit großen Erwartungen ist, werden sie in der Regel bei Ankunft stark gedämpft oder enttäuscht. Und wie es mit Regeln so ist gibt es auch Ausnahmen, in diese nun auch meine Erwartungshaltung zu Kagoshima fällt! Ich bin äußerst angetan von dieser Stadt und kann nicht mal genau sagen warum. Zum einen gefällt sie mir einfach ausgesprochen gut, was auch an dem leichten 20. Jahrhundert Charme liegt, und den opperierenden Straßenbahnen, obgleich ich nie mit einer hier gefahren bin. Kagoshima ist im Prinzip eine typisch japanische Stadt mit allem drum und dran und Schnickschnack hier und überall, aber vielleicht ist es einfach die Lage. Umrahmt von mehreren „Hügeln“ die man als Norddeutscher auch ungestraft Berge nennen darf, und im Osten begrenzt vom Meer und dem omnipräsenten Sakurajima. Ich fühl mich einfach wohl hier =).

Da ich erneut kein Glück beim Couchsurfing hatte, war ich gezwungen ein Hostel zu nehmen und entschied mich für das Green Guest House, was direkt am Hafen und den Fähren liegt. Ich kann gar nicht sagen, wie glücklich ich mit dieser Entscheidung bin! Nicht nur sind die Betten in nem 10er Dorm ausgesprochen günstig (1.800 Yen etwa 14 Euro), sondern ist das Hostel selbst sehr sauber. Ferner sind die Mitarbeiter selbst in meinem Alter, daher sehr gesellig und extrem nett, auch wenn deren Englisch nicht das beste ist, aber daran ist man ja mittlerweile gewöhnt. Ich kann für das Hostel nur werben, wenn ihr in der Stadt seid, kommt unbedingt her, ihr werdet es nicht bereuen!

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So habe ich dann auch gleich einige Backpacker kennengelernt, einen Deutschen – Mirko aus Dresden – und einige Franzosen (die hier scheinbar am häufigsten vertreten sind^^.), sowie einen 43 jährigen Kiwi. Mit ihm, einem Franzosen und einer jap. Sängerin, sowie einem jap. Bongo spieler haben wir auch spontan ein kleines Konzert gegeben, wozu es hier noch ein kleines Video gibt! Nicht beste Qualität und bestehend aus mehreren Einzeldateien, aber gibt nen kleinen Eindruck. Eine magische Verbindung!

Echt geile Zeit, mittlerweile sind alle wieder abgereist, aber wir bleiben weiterhin im Kontakt. Ansonsten lässt sich sagen, dass das Wetter hier, bereits jetzt, extrem schwül warm ist. Jeden Tag um die 25°C dazu eine hohe Luftfeuchtigkeit und in den letzten Tagen auch Dauerregen, was das explorieren der Stadt auch ein wenig erschwert hat und ich meistens im Hostel blieb. Am zweiten Tag zog ich dann mit Mirko zum Sakurajima aus, wo wir uns auch nen Fetten Sonnenbrand abholten^^. Anschließend ging es dann noch in ein öffentliches Bad. Heute an meinem vorerst letzten Tag hier, habe ich dann noch meinen Radius erweitert und bin zum Shirayama (城山) gegangen von wo aus man einen echt geilen Überblick über die Stadt und den Sakurajima hat, Bilder beweisen! Dort oben tront übrigens auch ein großes Hotel, mit wohl einer der besten Lagen die man haben kann.

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Tenmonkan ist das Zentrum der Stadt, quasi die Einkaufsstraße die sich Schachbrettartig über einen großen Raum erstreckt und neben einigen Restaurants auch sonst viele Geschäfte unterschiedlicher Preisklasse beherbergt. Umsäumt ist es von einem recht großen Gebäudekomplex, welcher Teil dessen ist und eher etwas untypisch für die jap. Architektur zu sein scheint. So wie ich gehört habe soll gerade am Sonntag Abend dort ne Ganze Menge Trubel sein, da es jedoch wie aus Eimern geschüttet hat, hatte ich mich dagegen entschieden zu der Zeit dort vorbeizuschauen.
Da ich ja mit dem Shinkansen am Bahnhof Kagoshimas angekommen bin, fiel mir dann auch gleich das riesige Riesenrad auf dem Dach des AmuPlazas, direkt neben dem Bahnhof auf mit dem ich dann heute gefahren bin um ein paar Bilder über der Stadt zu schießen. Das Wetter hats endlich mal erlaubt =). Der Spaß hat nur 500 Yen gekostet und ging etwa 10-15 Minuten. Im Gegensatz zu deutschen Riesenrädern, handelt es sich hierbei jedoch um nur eine einzige Runde. Genaugenommen steht das Rad nie still und bewegt sich fortlaufend. Die Runde ist aber so langsam, dass sich das halt auch hinzieht und man so viel mehr Zeit oben verbringen kann um die Aussicht zu genießen und das habe ich wahrlich getan :D.

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2 Antworten zu 09 Kagoshima-City (鹿児島市)

  1. Ria schreibt:

    Euer kleines Konzert ist wahrlich gelungen ;)
    Und ich bin super neidisch das du schon mit der Shinkansen gefahren bist !:D

    Liebe Grüße
    Ria

  2. VagabundenReise schreibt:

    Oh, mit dir hatte ich jetzt gar nicht gerechnet, umso mehr freuts mich =). Ich würde jederzeit wieder mit dem Shinkansen fahren, wenns nicht so teuer wäre^^. Warte mal ab bis die Beiträge zu Nagasaki kommen :D.

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