04 Mt. Aso (阿蘇山)

Dienstag, der 5. April 2016

Am Montag, dem 28. März, haben ein japanischer Freund (Ende 40) und ich uns verabredet um zum Mt. Aso zu fahren, einem relativ aktiven Vulkan (spuckt derzeit Rauch und brach vor gut zwei Jahren geringfügig aus). Befinden tut er sich in der Kumamoto Präfektur und das sogar recht zentral, kann man eigentlich gar nicht verfehlen^^. Die Besonderheit dessen ist, dass es ein kleiner Vulkan innerhalb einer riesigen Kaldera ist, welche zudem zu den größten der Welt zählt. Auf Bildern mag das alles nicht wirklich wahrgenommen werden, aber verdammt, wenn man an den Kalderawänden steht, dann sind die Ausmaße einfach nur gigantisch. Selbst eine Statd ist in der Kaldera angesiedelt.
Durch die Aktivität gibts natürlich zahlreiche Onsen in der Umgebung, nicht nur in der Kaldera selbst, wo aufgrund des guten Bodens hauptsächlich auch Reis angepflanzt wird, aber auch ausserhalb (nördlich) davon, wo ich mich gerade befinde, gibt es etliche Spas in den verschiedensten Preisklassen.
Zurück zur Tour selbst. Wir begannen in Fukuoka wo wir an der Haltestelle Yakuin (薬院) den Expresszug nach Oomuta (大牟田市) nahmen und rund 1 Stunde fuhren. Von dort aus, hatte Hiro einen Wagen gemietet und mich für lau zum Mt. Aso kutschiert. Das Wetter war sehr gut und die Laune natürlich ebenso. Zwischendurch machten wir ein paar kurze Stops und genossen die Landschaft. Unterwegs hat man immer wieder die Kirschbäume gesehen die hier in der Kumamoto Präfektur bereits in voller Blüte standen. Auch in den Bergwäldern gab es ‚wilde‘ Kirschbäume die ebenso mit ihrem zarten Pink aus dem dunklen Zedernwäldern herausstachen und frühlingshafte Akzente setzten.
An der Nordwand der Kaldera dann angekommen, verschlechterte sich die Sicht dramatisch was wohl auf Smog vom Vulkan bzw. generell diesiges Wetter zurückzuführen ist. Von dort aus konnte man gerade so den Aso sehen und zudem auch eine Rauchwolke, die von ihm stammte. Dennoch war es beeindruckend zu sehen wie riesig die Ausmaße dessen sind. Das Umland übrigens, ist eher Grasland und Steppe, was jedoch komplett niedergebrannt wurde (also absichtlich), wobei ich jedoch den Grund dazu nicht kenne. Erst weiter nördlich davon gibt es große Wälder.

Der Innenraum der Kaldera kennzeichnet sich wie gesagt durch Felder. Bäume sind hier eher Mangelware, auch die Hänge der Vulkankegel im Zentrum der Kaldera sind komplett kahl. Da wir, und vorallem ich, uns noch ein besseres Bild des aktiven Parts machen wollten, führte der Weg dann zum Berg selbst hin, was ne gute halbe Stunde in Anspruch nahm. Durch die aufsteigenden Gase kann man leider derzeit nicht mehr direkt zum Krater hin, wo sonst eine Seilbahn oder ein Wanderweg hinführen würden, so blieb uns nichts anderes übrig das Spektakel vom Basislager aus zu betrachten, oder von weiter entfernt, wo die Sicht besser war.
Ich war echt neugierig und wäre liebend gerne hochgekraxelt, aber das hätte nur Ärger gebracht^^. Wann hat man schonmal die Chance auf nem aktiven Vulkan zu gehen :D. Nichts destotrotz sind ein paar schöne Bilder entstanden, welche ich natürlich nicht vorenthalten möchte und nun folgen werden. Mt. Aso anschließend ging es dann für uns beide noch nach Kumamoto zum Schloss (熊本城), wo Hiro mir unbedingt noch die Kirschblüten zeigen wollte und erklären musste warum er Kumamoto über Fukuoka stellen würde, was das betrachten derer anbelangt. Zum Kirschblütenfest habe ich ja bereits einen gesonderten Beitrag geschrieben, der zu Kumamoto selbst folgt dann.

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