02 Fukuoka City

Freitag, der 25. März 2016

Der ersten 2 Tage sind nun also rum! Nachdem der Flug trotz Anschlag in Brüssel ruhig über London und Hongkong verlief bin ich dann um 21:15 Uhr Ortszeit in Fukuoka angekommen. Der Herr von Flughafen schaute nicht schlecht, als er sah dass ich Work & Travel mache, weswegen das durchwinken auch etwas länger gedauert hat als üblich, denn erst wurde mir noch meine ID Karte gedruckt, quasi mein japanischer Personalausweis. Sieht klasse aus das Teil, auch wenns meine Fingerabdrücke gespeichert hat, wovon ich gar kein Fan bin.

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Anschliessend gings dann mit der U-Bahn zur Muromi Station und von dort aus dann ins Hostel, wo zum Glück noch jemand da war, aber das war auch abgemacht. Für jene die noch nicht in Japan waren oder meine Beiträge von 2013 nicht gelesen haben, ne kurze Zusammenfassung zum Ticketsystem für die U-Bahn.
Ersteinmal ist die U-Bahn nicht nur sauber, sondern auch sehr zuverlässig. Die Tickets löst man natürlich vor der Fahrt, damit man aber sichergeht, das wirklich jeder eine Karte hat und niemand schwarz fährt, gibt es solche automatischen Durchgänge, wo man sein Ticket reinsteckt und bei Gültigkeit dann passieren kann. Jetzt könnte man sich denken, springt man doch einfach über den einmeter großen Durchgang drüber, aber nein, es gibt ja noch die Mitarbeiter die von ihrer Kabine aus ein Auge auf alles werfen und natürlich auch Ansprechpersonen bei etwaigen Problemen oder dergleichen sind. In den Bildern unten könnt ihr das mal genauer sehen.
Dieses System spart dann natürlich an Kontrolleuren, da sowieso jeder ein Ticket ziehen muss. Hat man einmal zu wenig bezahlt, dann kann bzw. muss man am gewünschten Ausgang nachzahlen, was auch automatisch funktioniert, um dann wieder durch die Durchgänge nach draussen zu gelangen.

Im Hostel dann angekommen habe erstmal mein Zimmer inspiziert was für japanische Verhältnisse doch recht groß ist, bzw. aus europäischer Sicht, normalgroß ist. Ein Vierbettzimmer, mit Betten die gemütlich sind und zudem auch sauber und gut bezogen.

Am nächsten Morgen nahm ich mir vor den Innenstadtbereich abzuklappern und mir ein paar Sightseeing Punkte anzusehen. Es ging zur U-Bahn Haltestelle ‚Tenjin‘ von wo aus ich ein wenig die Geschäftsstrasse runterging, was nicht wirklich ergibig war. Fukuoka ist bis dato eine Stadt wie jede andere in Japan, kleiner als Tokyo zwar, aber dennoch mit bisher wenig erkennbaren Unterschieden. Eins fiel mir dann aber doch sofort auf. Hier scheint es etwas chaotischer zuzugehen. Konnte man in Tokyo noch beobachten wie man an Bahnhaltestellen in Reihe und Glied auf den Einlass wartete, bzw. auch die Treppen strikt auf einer Seite hochging und auf der anderen runter, ist das hier etwas durchmischter. Aber man sollte vielleicht nicht zu früh urteilen^^.

Anschließend nahm ich mir noch vor die alten Schlossruinen zu besichtigen die nicht weit von Tenjin entfernt lagen. Auf drei bis vier Level kann man dann den wunderschönen Park und die dazugehörige Aussicht geniessen, die wirklich wunderbar von dort oben ist. Ferner beginnt ab heute bis zum 3. April das ‚Sakura-Fest‘ spricht das Fest zur Kirschblüte, weshalb es schon einige Fressbuden gibt, obgleich die Kirschblüten selbst nur zaghaft in die Blüte gehen und die Hauptblüte noch aussteht. Schön war es dennoch, aber ich kanns kaum abwarten von den selben Orte erneut Bilder zu machen mit den Bäumen in voller Blüte!
Am Abend dann hatte ich mich noch für ein couchsurfing-treffen eingetragen, was in einem britischen pub stattfand und jeden Donnerstag von 20 bis 22 Uhr geht. Insgesamt waren wir gute 20 Leute, Einheimische wie Reisende und ich konnte ein paar neue Bekanntschaften machen und Tips erhaschen, z.B. eine Bestätigung, dass hitch hiken in Japan wirklich gut geht. Oder auch weitere Sightseeing Punkte die ich bis dato nicht auf der Liste hatte, bzw. haben konnte. Ich war dann insgesamt bis zirka um 11 vor Ort bis ich mich dann verabschiedete und die Bahn zurück zum Hostel nahm. Übrigens ist U-Bahn fahren auch für Ausländer echt leicht. Nicht nur stehen die Haltestellen in Romaji (also der latainischen Umschrift) auf den Plänen und in den Bahnen, zudem sind die Haltestellen auch noch durchnummeriert. Auch die Preise (die im Vergleich sehr gering sind) sind immer gleich für die jeweilige Strecke aufgelistet, sodass es eigentlich ein idiotensicheres System darstellt. Effizient und sicher.

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Am zweiten Tag habe ich mich dann mit Hiro getroffen, mit dem ich dann bereits Kontakt über Skype hatte und der mit mir kommenden Montag nach Kumamoto und Mt. Aso fahren möchte. Zusammen sind wir dann ein wenig in den Norden von Fukuoka zum Strand gegangen. Da der Wind relativ stark war (bei uns würden wir sagen, es weht eine steife Brise!), sind wir dann noch ein wenig in der Stadt umhergegangen. Letztlich ging ich dann gegen 5 Uhr noch zur sogenannten ‚Canal City‘ nach Hakata und anschliessend zu den Fressbuden wo ich noch Takoyaki ass. Letztere sind kleier Buden die die Stühle und Tische direkt ‚am Herd‘ haben, was man vielleicht auch aus diversen Anime und Serien kennt.
Die Geschäfte in der Canal-City sind hingegen bei weitem nicht meine Kragenweite/Metier, aber die Architektur kann sich echt sehen lassen, insbesondere wenn es dunkel wird und die Lichter angehen. Die Gebäude (quasi ein riesiger Komplex) sind so schwungvoll dynamisch gebaut, dass man durchaus schöne Fotomotive bekommen kann.
Ferner habe ich mir für den nächsten Tag noch einen Film im Kino ausgesucht, namentlich den Live Action film zu: Boku dake ga inai machi (Die Stadt in der es mich nicht gibt). Gleichnamiger Anime ist gerade zuende gegangen und jetzt bin ich auf die Live Umsetzung gespannt. Alternativ würde ich mir eventuell noch ‚The Revanent‘ (DeCaprios aktueller Film) anschauen, beide natürlich in japanisch. Auch wenn ich sicher nur einen Bruchteil verstehen werde, ists sicher nicht verkehrt auch im Hinblick auf meine Sprachentwicklung.

Was das angeht habe ich heute von Hiro dann noch einiges gelehrt bekommen, und auch wenn ich natürlich noch English favorisiere, versuche ich mich langsam daran zu gewöhnen japanisch zu sprechen und auch Dinge Passanten zu fragen, die ich entweder weiss, oder aber wo ich wüsste wo ich hin müsste, nur um zu schauen ob sie mich verstehen, ob ich es richtig spreche und ob ich auch die Antworten verstehe und darauf antworten kann. Bisher wars ok.

Leider merke ich wie ich mehr und mehr der gelehrten Kanji vergesse, bzw. weiss, dass ich sie gelernt habe aber nicht mehr ganz zusammenbekomme. Manchmal weiss ich noch was es heisst aber nicht wie es ausgesprochen wird. Daher werde ich dann in den nächsten Tagen neben neuen Vokabeln die alten nochmal stramm wiederholen^^.

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