05 The red Turtle(レッドタートル)

Montag, der 26. September 2016

Am Montag, den 19. September, also letzte Woche, habe ich Frei bekommen und nutzte die Zeit um mir zwei Filme nacheinander im Kino anzuschauen. Den, um welchen es hier gehen soll, war ursprünglich gar nicht geplant und wurde in erster Linie auch nur ausgewählt, weil Studio Ghibli dabei mitgewirkt hatte. Namen machen leider viel zu viel aus, sodass ich ihn ohne die Kenntnis dessen, wohl gar erst viel viel später schauen würde – wenn überhaupt. Was sehr schade gewesen wäre, denn der Film war echt klasse!

Die Story ist recht simpel – um nicht zu sagen, klassisch. Das Robinson Crusoe Geschehen. Ein (vermutlich aus Süd/Mittelasien stammender) Mann gerät in einen Sturm, überlebt und wird an eine unbewohnte Insel angeschwemmt, von wo an es ums Überleben und um einen Fluchtweg geht. Anfreunden tut er sich mit ein paar Krabben, die im Laufe einen running gag bilden, sehr süß :D.
Soweit, nichts Neues. Fantastische Elemente treten dann erst mit der Titelgebenden roten Schildkröte auf, wobei es auch allein darauf beschränkt ist. Was es genau damit auf sich hat und wie es mit dieser weitergeht, werde ich aus spoilertechnischen Gründen hier nicht erläutern.
Wie im Trailer zu sehen, sind die Animationen sehr schlicht gehalten und was denke ich auch besonders ist, sind fehlende Dialoge, oder anderartiege Worte, auf die im gesamten Film verzichtet wurden. Ein Umstand den ich nicht kannte als ich in den Film ging, generell ging ich ohne jedwedes Vorwissen und ihne einen Trailer zu kennen hinein. Umso größer war der Überraschungseffekt. Es gibt natürlich dennoch eine Vertonung und Rufe und Laute gibt es dennoch. Auch die Umgebung, wie das Wellenrauschen und die Blätter der Bambuswälder, oder Möwengeschrei sind vorhanden. Generell werden so einige Schlüsselmomente über Geräusche eingeleitet, und zusammen mit der Animation, das sieht, was man dann letztlich denkt zu hören. Eine interessante Art Dinge anzuteasern und umso größer der Schreckmoment. Wirklich klasse inszeniert!

Obwohl der Film hauptsächlich durch den Namen Ghibli getragen wird, stammt er jedoch eigentlich vom niederländisch/englischen Direktor und Animateur Michaël Dudok de Wit, welcher auf jedenfall mehr Aufmerksamkeit verdient hat. Ich kann gar nicht mal genau sagen, warum mich der Film so fasziniert hatte, denn die Story – sofern es da einen tieferen Sinn gab – hatte sich mir nicht ganz erschlossen. Ich müsste vermutlich nochmal in den Film gehen um ihn zu verstehen, mit dem jetzigen Vorwissen, was passieren wird.

Um noch einmal auf die Animationen zurückzukommen, so sind sie zwar einfach gehalten, aber nicht minder imposant, oder beeindruckend. Gerade was große Landschaftsaufnahmen angeht, gepaart mit Lichteffekten, sind diese wirklich herausragend. Sie fügen sich generell in das Werk sehr gut ein, und geben der Story selbst noch den richtigen Touch, meiner Meinung nach.

Da Arte u.a seine Finger auch mit im Spiel hatte, kann ich mir durchaus vorstellen, dass es der Film auch in die deutschen TV-Geräte schafen könnte. Falls dem so sein wird, sei er jedem wärmstens ans Herz gelegt. Der Film ist was besonderes, etwas das man nicht alle Tage zu sehen bekommt. Die Action mag gegen Null tenideren, aber Gefühl und Atmosphäre, sowie Spannung sind dafür umso präsenter, was einfach mal eine gelungene Abwechslung zum alltäglichen Animewahnsinn darstellt. Ein sehr ruhiger Film, der auch viele Emotionen rüberbringt und einen durchaus gefangen nimmt.
Der Eintritt ins Kino kostete erneut 1.800 Yen, und Laufzeit beträgt gute 80 Minuten.

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