03 Kimi no Na wa (君の名は)


Nach dem Live Action Movie zu ‚Boku dake ga inai machi‚ und ‚One Piece Gold‚, war ich nun heute (Freitag, der 26. August 2016) zum dritten Mal innerhalb meines Japan Aufenthalts (erneut für 1.800 Yen, etwa 15,50 Euro) im Kino gewesen um mir den neuen Makoto Shinkai ‚Film Kimi no Na wa‘ (Dein Name [ist]…) anzuschauen auf den ich mich schon bereits vor Japan wahnsinnig freute. Ich bin seit Jahren ein sehr großer Shinkai Fan und habe bis dato alle seine Filme und mit Ausnahme von ‚Children who chase lost voices from deep below‘, liebe ich jeden einzelnen, besonders aber ‚5cm pro Sekunde‘, welcher bis dato mit um die 30 Mal des Ansehens, zu meinen absoluten Lieblingsanimefilmen gehört. Nun könnte dieser Platz von Kimi no Na wa abgelöst werden, denn der Film hatte es wirklich in sich!

Was ich an den meisten Trailern nicht mag ist, das sie zu viel spoilern und zu viel Fanservice beinhalten, wie beispielsweise jenem zu One Piece Gold (siehe Link oben). Bei dem Trailer zu Kimi no Na war dies nicht so, sodass es ab der zweiten Hälfte dann sogar noch richtig dramatisch wurde und vorallem auch emotionaler. Wenn man nur den Trailer sieht und seine Meinung darauf bildet könnte man meinen dass es eine lustige Romance comedy mit ein paar Sci-Fi Elementen werden würde und in der ersten Hälfte des Filmes sieht es auch ganz danach aus, allerdings ändert sich das dann im Laufe und ein schöner, wirklich schöner Plottwist nimmt seinen Lauf. Nun, ich werde darauf jetzt nicht weitereingehen. Der Film ist heute erst erschienen und viele Leute wollen ihn sicher noch schauen, sodass ich keine wichtigen Spoiler verraten werden. Soviel sei nur zur Grundstory gesagt. Es gibt zwei Protagonisten, Taki, ein 17-jähriger Schüler aus Tokyo, und Mitsuha, eine 17-jährige Schülerin vom Lande die nichts sehnlicheres will als nach Tokyo, da das Leben auf dem Land zu langweilig ist und es dort keine Möglichkeit zum shoppen gibt. Beide Protagonisten switchen ihre Körper, wobei dies nicht absichtlich geschieht und schlüpfen somit immer wieder in die Rolle des jeweils anderen und müssen dann jeweils immer für eine Tag das Leben des anderen mimen. Für Mitsuha die Erfüllung des langersehnten Traumes nach Tokyo zu kommen, und für Taki ein interessantes Gefühl Brüste zu haben^^. Sie merken natürlich sofort, dass es nicht ihre Körper sind und hinterlassen sich Nachrichten auf ihren Armen, wo dann z.B. der Name des jeweils anderen steht, oder in Mitsuhas Notizbuch die simple Frage: Wer bist du? Jedenfalls passieren diese Körpertausaktionen recht häufig.
Dann kommt es zum Plottwist und die Story geht einen mehr melancholischen und erwachseneren Weg und betritt Pfade die für Shinkai typisch sind. Einst sagte er dass seine Filme sich mit der Distanz zwischen Menschen beschäftigen und das wird auch hier natürlich wieder sehr klar hervorgebracht. Nun könnte man meinen, dass nach einigen Filmen dieses Thema schon komplett ausgelutscht sei, aber dem ist nicht so. Shinkai schafft es immer wieder dasselbe Thema neu und ansprechend zu verpacken. Und so auch hier. Da ich den Film ohne Untertitel geschaut habe, habe ich natürlich nicht alles verstanden und im zweiten Teil wurde es dann auch etwas komplexer was etwas schwieriger war zu verstehen. Dennoch denke ich aber, vorallem auch aufgrund der Bilder so ziemlich alles verstanden zu haben. Insbesondere zum Ende hin stieg die Spannung in mir immer mehr. Insbesondere das Ende hat mir gefallen dem ich mit immer mehr Spannung – je näher man dem kam – entgegentrat. Wer Shinkai kennt, kann sich in etwa ausmalen was dabei herauskommt =).
Da kommen wir jetzt zum letzten Punkt, den Animationen! Ein weiterer Grund warum ich Shinkai so verdammt verehre. Auch wenn ich persönlich lieber auf handgemachte Animationen der guten alten Zeit stehe, sind diese Computer generierten Animationen eine wahre Augenweide! Ich liebe sein Farben und sein Lichtspiel. Alles wirkt so gut zusammen und nichts ist irgendwie fehl am Platz. Auch sein bisheriger Schwachpunkt, die Charaktere, wirken nun viel runder und besser integriert als zu ‚5 cm pro Sekunde‘ Zeiten. Taki wirkt fast schon etwas zu rund^^. Die Landschaften sind so verdammt malerisch und schön, dass man am liebsten in diesem Bild verweilen würde. Leider scheint der Ort Mitsuhas – Itomori (糸守) rein fiktiv zu sein, wobei Shinkai sonst für sein location hunting bekannt ist. Shinjuku und Tokyo allgemein z.B. ist 1a originalgetreu animiert worden und ich habe viele Plätze wiedererkannt an denen ich auch schon gewesen bin. Jedenfalls wollte ich im Film bereits nach Itomori gehen, musste dann aber gerade eben feststellen, dass es wohl ein fiktiver Ort ist. Schade! Aber in die Richtung (Gifu Präfektur) wird es mich sicher auch noch hinverschlagen.

Jeder der etwas mit Animefilmen abseits Studio Ghibli anfangen kann (die ja leider nun auch keine Filme mehr produzieren werden :(), denen sei der Film allerwärmstens ans Herz gelegt. Ich gehe davon aus, dass es auch bald eine Ankündigung seitens Kazé aus Deutschland geben wird, hinsichtlich einer Lizenz. Ich werde ihn mir definitiv auch in Japan auf DVD kaufen. Kanns kaum erwarten ihn wieder zu sehen! Zusätzlich besorgte ich mir heute noch den ersten Mangaband zum Film, der zeitgleich mit der Veröffentlichung rauskam, zudem nach zwei Bücher zu den Filmen ‚The Garden of Words‘ und ‚5 cm pro Sekunde‘!

10/10 Punkten

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