01 Melbourne und die Küste

Sonntag, der 15. November 2015

In Melbourne angekommen, wurde ich dann von Mike am Flughafen aufgegabelt. Nach ein wenig hin und her, gings dann auch gleich zu ihm nach Hause wo ich die nächsten 4 Tage über wohnen sollte (23. bis 27. Oktober). Ich bin froh Mike nochmal wiedergesehen zu haben, nachdem es ja in Neuseeland leider nicht mehr geklappt hat. Zwar nur für 4 Tage aber immerhin besser als gar nicht =).

Da ich Gast war hat Mike dann auch alles organisiert und ich mich dann erstmal mit der Familie bekannt gemacht. Am nächsten Tag dann wollten wir erstmal Melbourne erkunden, auch wenn ich nicht so der Stadtmensch bin, bin ich immer dafür auch neue Gegenden zu begutachten. Den Tag darauf wiederum fuhren wir zum Strand entlang der Küste nach Süden zur Apollo Bay. Die letzten beiden Tage sollte es dann Richtung Norden gehen und zwar in den Grampians National Park, rund 3,5 Stunden Autofahrt. Geplant war ein kleiner Campingtrip im Busch mit Wildlife Garantie.
Aber in diesem Beitrag soll es erstmal um die erste Hälfte gehen.

Melbourne ist fantastisch! Das Wetter damals war bombastisch, gute 30°C (und das für Frühling). Wir haben uns den Süden ein wenig angeschaut. Was erstmal auffiel war, dass es noch viele alte Gebäude gibt, aus der Besiedlungszeit welche zusammen mit modernerer Architektur zusammenstehen. Dies wirkt allerdings nicht fremd, sondern passt im Prinzip gut zusammen. Eine interessante Mischung. Hier und da gibts natürlich ein paar Ausnahmen aber das ist gegeben. Zudem hat Melbourne viele schöne Parks die als Ruhezentrum dienen und ein Flussufer an dem man schön langlaufen kann, wenn auch zubetoniert und mit kleinen Geschäften und Cafés bzw. Restaurants bombardiert. Hat dennoch was schönes. Dazu kommt, dass Melbourne durchaus sauber ist und entlang der Strassen es auch viele Strassenmusiker und Künstler gibt. Die Innenstadt ist lebendig, sehr viele junge Leute und auch sehr gut aufgestellt. Alles wirkt in sich stimmig und symbiotisch, sodass man sich auch sofort heimisch fühlt, selbst ich, der der Städte im Prinzip meidet. Nicht umsonst wurde Melbourne über Jahre schon zu den am lebenswertesten Städten der Welt gezählt. Zudem hat Melbourne Geld, was auch sofort ins Auge fällt. Nicht protzig aber ein gehobener Mittelstand sollte schon weit verbreitet sein. Nichtsdestotrotz gibt es natürlich auch hier Obdachlose, wie es in jeder grossen Stadt der Fall ist.
Es scheint auch etwas billiger in Australien zu sein als in Neuseeland, was mich überrascht, denn sonst habe ich immer das Gegenteil gehört. Subway ist gute 2 Dollar billiger, Sprit ist billiger und Lebenswaren sind soweit ich das gesehen habe auch ein wenig billiger.

Wie dem auch sei, schaut euch die Bilder an. Am nächsten Tag gings dann am Vormittag los, und Richtung Strand südlich von Melbourne. Entlang der Küste und der ‚Great Ocean Route‘ zur Apollo Bay. Entlang wunderbarer Szenerien und wirklich schönen kleinen Küstenorten, die es mit Neuseeland wiederum nicht aufnehmen können. Zwar hat mich die Strasse ein wenig an die Ostküste von NZ der Südinsel erinnert (von Amberly nach Picton), aber hier wars dann – finde ich – doch nochmal ein wenig anders. An einigen Örtchen haben wir auch angehalten und sind ein wenig geschlendert. Geologisch aufgefallen ist mir, der basaltische Untergrund direkt an der Küste, welcher aus Pillows besteht, was ein Zeichen dafür ist, dass das Magma ins Wasser eruptierte. Darüber lagen Sandschichten im Bereich von 15 bis 20 Meter Mächtigkeit, mit vermutlich viel Kalzitanteil.

Genug davon sind wir dann mit der Zeit in Apollo Bay angekommen und haben uns erstmal beim angehenden Sonnenuntergang ‚Fish & Chips‘ gegönnt. Anschliessend gings dann wieder zurück nach Melbourne, sodass wie nen schönen Roadtrip hatten, aber jetzt weniger Zeit gross rumzulaufen. Was will man auch machen wenn man insgesamt nur 4 Tage Zeit hat in Australien^^. Nichtsdestotrotz war es ein sehr schöner Trip der noch lange in meinem Gedächtnis bleiben wird =).

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