01 Franz-Josef Gletscher

Freitag, der 22. Mai 2015

Nachdem ich also meine Arbeit in Hastings beendet habe, dachte ich mir wieder auf die Suedinsel zu fahren und dort noch ein paar Tracks zu erledigen, bevor der Winter Einzug erhaelt und es zu kalt werden wuerde. Auf dem Plan standen der langersehnte Dusky Track, der Kepler -, Milford -, Routburn – und Greenstone Track. Ganz schoen straffes Programm fuer etwa einen Monat. Als Basis dafuer habe ich mir den Ort Te Anau ausgesucht, welcher so recht zentral von allen Tracks liegt und ich bisher auch noch nicht gesehen habe.
Letztlich hat mich der Weg hierher (wo ich seit gestern bin) gute 1,5 Wochen gedauert. Zuerst wurde ich von ner Erkaeltung in Nelson aufgehalten und dann steckte ich an der Westkueste fest, da ich mit hitch hiken nicht aus Franz-Josef herauskam. Ich hatte fuer das letzte Wochenende eine Couch via Couchsurfing sicher, nur leider musste ich das diesbezueglich absagen und so sitze ich nun im Hostel.
Eben weil ich aus Franz-Josef nicht herauskam hab ich meine Plaene ein wenig geandert und mir vorgenommen zuerst den Copland Track zu laufen und dann runter nach Te Anau zu fahren um vier Tracks zu laufen. Moment, vier? Waren es nicht eben noch fuenf? Jap, nur leider ist der Dusky Track gestrichen. Als ich in Nelson war habe ich eine der Bootbetreiber angeschrieben, zwecks Buchung, welche mir jedoch antworteten, dass sie ausserhalb der Saison nicht operieren, es sei denn ich laege 650 Dollar auf den Tisch um nen Boot zu chartern. Das waren natuerlich keine akzeptablen Bedingungen, weshalb ich wohl oder uebel auf diesen Track verzichten muss, welcher eigentlich ausschlaggebender Punkt war weshalb ich ueberhaupt wieder runter kam… Ich haette ihn gleich von Invercargill aus machen sollen, dann haette ich allerdings nichts mehr mit dem Aepfelpfluecken verdient… Na was solls, zwei Wochen zu spaet, aber immer noch vier Tracks vor mir, die auch erstmal gelaufen werden wollen. Uebrigens habe ich dann puenktlich nach 6 Wochen meine Steuern zurueckerstattet bekommen, zumindest 30% was dann insgesamt gute 130 Dollar ausmachte, besser als nichts, sag ich mir^^.

Am Freitag den 15. Mai habe ich mich dann dafuer entschieden noch etwas in Franz-Josef zu bleiben. Ich kam im Chateau Franz – Sir Cedrics unter, sowie im Montrose Backpackers. Ersteres hat den grossen Vorteil, dass es ein kostenloses internationales Telefon gibt, welches mir ermoeglichte mal zuhause ueberraschenderweise anzurufen und zudem ein kostenloses Fruehstueck und eine kostenlose Suppe am spaeten Nachmittag zu geniessen. Letzteres hatte den grossen Vorteil einen kostenlosen PC zu offerieren, weshalb ich quasi zwischen den Hostels immer hin und her ging, je nachdem wie ichs gerade brauchte^^. Im Allgemeinen wuerde ich aber das Chateau Franz praeferieren da es mich im Gesamteindruch mehr ueberzeugte. Dazu gabs noch nen schoenes BBQ fuer 5 Dollar die Nase, aber zurueck im Text und zum eigentlichen Thema.
Urspruenglich hatte ich mir gedacht die ganzen klassischen Touristenspots, wie die beiden Gletscher und Mt. Cook, auszulassen, da mir das dort zu ueberfuellt ist. Aber wenn man schon mal da ist, kann man sich auch den Franz-Josef Gletscher anschauen und ein wenig die Gegend erkunden. Gesagt getan. Zum Gletscher selbst laeuft man gute 4 km.

Das Wetter war wie immer gut, wenn ich an der Westkueste unterwegs bin und so ging ich ueber die Bruecke und runter ins Flussbett um mir ein wenig die Geologie der Gegend anzusehen. Allgemein nur Gneis und ein wenig Schiefer, recht langweilig also. Allerdings hab ich einen Brocken entdeckt der vermutlich Gruenschiefer und etliche rote bis zu nem halbe Zentimeter grosse Granate enthaelt! Was dann schon eher fuer Hochdruck Metamorphose spricht wenn ich mich recht erinnere (siehe Bilder). Ansonsten gabs dahingehend nicht allzu viel zu sehen, so zog ich weiter zum eigentlichen Ziel des Tages. Am Ersten Aussichtspunkt angekommen, wurde ich von heftigen Boeen begruesst. Ein erster Ausblick auf den Gletscher, noch im Sonnenschein, wurde mir auch vergoennt und so machte ich mich runter zum Flussbett, welches gerade wieder freigegeben wurde um nach etwa 20 Minuten Weg naeher an den Gletscher zu kommen. Unterwegs hat man auch wunderbar den Wechsel in der Vegetation gesehen. Zum Gletscher hin wurd es immer spaerlicher.
Ist schon interessant wie weit sich dieser in den letzten Jahren zurueckgezogen hat, allein von 2008 an. Es gab ein paar Bilder am Aussichtspunkt zu sehen, das waren mehrere 100 m nehme ich an. Demzufolge war der Gletscher jetzt nicht mehr allzu spektakulaer und eher ein Schatten seines damaligen selbsts. Viele Bilder sinds auch nicht geworden nur ein paar um einige Impressionen zu bekommen. Da ich aber eh kaum noch Speicherplatz uebrig habe, werde ich fuer alle folgenden Beitraege die Bildanzahl durchweg reduzieren. Bin dahingehend im letzten halben Jahr eh ein wenig zu verschwenderisch mit umgegangen^^.
Wieder zurueck im Hostel hab ich erstmal ne schoene Dusche genommen und am naechsten Morgen die Huette fuer den Copland Track gebucht. Leider ist diese nicht im Backcountry Hut Pass mit eingegliedert. Da ich sowieso zwei Naechte bleiben wollte um die heissen Quellen vollstens zu geniessen, waren das dann 30 Dollar + 2 Dollar Buchungsgebuehr (auf sowas kann auch nur der DOC kommen… Ich glaube online entfallen die Kosten). Am Sonntag den 17. Mai sollte es dann dafuer losgehen, was genauer im naechsten Beitrag beschrieben wird =).

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