04 Stewart Island II

Donnerstag, der 23. April 2015

Part III – Von der Bungaree Hut zur Christmas Village Hut

Der Tag zuvor war dann doch sehr entspannend und vorallem vom Wetter her sehr stabil, was im Prinzip bestes Wanderwetter gewesen waere, aber man soll Dinge ja nicht uebereilen und aus naheliegenden, und im vorigen Beitrag erwaehten, Gruenden musste ich eh eine Zwangspause einlegen =). Am Abend erreichten uns dann noch Craig aus Tasmanien und Rita aus Deutschland, mit welchen ich von nun an die Abende in den Huetten verbringen sollte. Rita und ich haben dann noch in der Nacht nach Kiwis ausschau gehalten, aber leider keine sehen koennen. Dafuer wuerde es aber noch genuegend Moeglichkeiten geben, also weiter im Text.

Am Morgen dann – ich war der letzte der aufstand – haben wirs ruhig angehen lassen und nach nem kleinen Fruehstueck gings dann zurueck in meine Klamotten und gegen 9:30 Uhr zurueck auf den Track bei erneutem stabilen Wetter (soviel zu 7 Tage Regen…). Auf dem Weg selbst habe ich einen deutlichen Unterschied zum ersten Tag bemerkt was meine Fitness anbelangt. Meine Beine haben jetzt die richtigen Muskeln um auch bergauf gut und ausdauernd zu laufen, natuerlich haengt dies sicher auch mit ein wenig Gewichtsverlust meines Backpacks zusammen, sowie dass ich mir einen Tag habe freigenommen um meine Muskeln auszuruhen.
Insgesamt war der Abschnitt des Tracks aber sehr schoen und vorallem nicht ganz so matschig wie der erste Teil, wenn auch an einigen Stellen etwas tricky, aber das war zu erwarten und wird sich auch nicht aendern. Pausen gab es dennoch einige, aber weniger wegen Erschoepfung, als vielmehr weil ich schwitzte wie ne Sau (obwohl ich obenrum nur im Shirt lief) und meine Brille infolgedessen staendig beschlug. Sehr nervig, aber immer wieder schoen einen Huegel geschafft zu haben und sich im saftigen gruen auzuruhen!
Mittlerweile dachte ich dann aber auch nur noch daran, lediglich den NW-Circuit zu laufen und den suedlichen auzulassen. Der Matsch dort soll noch tiefer sein und ausgeweiteter sein als hier, zudem denke ich, dass mein Essen nun doch nicht fuer beide Tracks ausreichen wird, obwohl noch mehr als genug vorhanden war. Ich kann mich manchmal schlecht zuegeln, aber bis zum Ende des NWestern sollte es auf jeden Fall noch reichen, selbst wenn ich jede Huette mitnehme (ich hatte urspruenglich vor mind. eine zu ueberspringen) – schliesslich will ich nicht hetzen, sondern geniessen =).
Eigentlich wollte ich an diesem Tag noch Mt. Anglem besteigen, gute 1.000 Meter in die Hoehe, jedoch war das Wetter dafuer nicht gut genug weshalb das leider ausfiel.
An der ‚Christmas Village Hut‚ schliesslich angekommen, bemerkten wir, dass leider kein Feuer moeglich war, da das Holz zu nass gewesen ist und es einfach nicht in Gang gebracht werden konnte. Nichtsdestotrotz liessen wir den Abend ruhig ausklingen und lernten uns ein bisschen besser kennen.

Ansonsten habe ich die 6h Wanderung mit ein paar Gedanken zu meiner geplanten Europareise versehen. Mir kam schon vorher die Idee, dies eventuell mit Crowdfunding zu finanzieren, wofuer mir aber noch der passende Anreiz fehlen wuerde. Im Prinzip weiss ich was ich machen will, aber ich denke nicht dass es derzeit durchsetzbar waere, allein weil der Anreiz fuer die Spender fehlen wuerde (neben Pramien mal abgesehen). Geplant waeren 3 Jahre, in denen ich durch 2/3 der europaischen Laender reisen und leben moechte (also gemeint ist Europa als Kontinent nicht die EU). Mal schauen ob mir da noch was passendes zu einfaellt. Da ein Jahr Japan eh zuerst kommt, hab ich noch ein wenig Zeit darueber nachzudenken =).

Part IV – Von der Christmas Village Hut zur Yankee River Hut 

Der Morgen begann mit etwas Regen, was mein Aufbrechen in Lustlosigkeit umschlagen liess. Dies sollte dann zum Glueck nicht lange andauern und es beruhigte sich schnell wieder. Craig aus Tasmnien ging wieder recht frueh los, wohingegen Rita und ich uns entschlossen diesmal zusammen zu gehen. Gegen halb 10 gings dann auch los. Regen gab es fuer den Tag nicht mehr, aber dafuer tropfte es kraeftig von den Baeumen. Irgendwann hoerte es dann aber auch auf und mit der Zeit kam dann sogar noch die Sonne heraus! Die Karte stellte sich immer noch als Fehlinvestition heraus. Man kann sich im Wald natuerlich nur schwerlich orientieren, aber wenn man nicht mal weiss an welchem Fluss man gerade steht, bzw. welche Kriterien gelten muessen um als Fluss in die Karte eingezeichnet zu werden, dann laeuft irgendwas verkehrt^^. Wie auch immer habe ich mir mal wieder gedacht, dass wir weiter waeren als wir letztlich tatsaechlich waren, was ich am ‚Lucky Beach‘ (oder besser ‚Sandfly Beach‘ – Gott sind die laestig!), mitbekommen habe und mich wieder tierisch mental zurueckgeworfen hat. Musste darauf erstmal ne Pause einlegen um mich wieder einzukriegen. Letztlich trennten wir uns 45 Minuten vor dem Ziel um mich ein wenig an einem Baum auzuruhen und vorallem meinen Ruecken zu schonen.
Als ich dann auf dem Plateau vor der Huette angekommen ward, wusste ich endlich wo ich bin, sodass meine Laune schlagartig besser wurde; woran ich noch ein wenig arbeiten muss um ausbalancierter zu werden.

Der Track war vorallem matschig, insbesondere wenn man vom Strand aus den letzten Abschnitt laeuft. Auch die Huegel waren mal wieder ne Sache fuer sich, sehr rutschig und teils auch gefaehrlich. Geschwitzt habe ich natuerlich auch wieder, sodass man bei Pausen meinen Koerper richtig hat dampfen sehen! Quasi wie bei ‚Shingeki no Kyojin’^^.
An der ‚Yankee River Huette‚ letztlich angekommen wurde ich von Miriaden von Sandflies empfangen! Es ist wunderschoen dort mit einem grossen Fluss der direkt 100 m entfernt in den Ozean muendet und bei Flut ‚tidal waves‘ in das Flussbett gestroemt kommen – aber diese vermaldeiten Sandflies sind ne verdammte Plage! Jedes Paradies hat scheinbar Dornen^^.
Erste Amtshandlung nach Eintreffen (Craig hat den Ofen ordentlich vorgeheizt), war es aus meinen Botten rauzukommen, da diese innen bereits nass waren, wenn auch die Hose so einiges abgehalten hat. Danach gings dann erstmal in den geschaetzt 4 Grad kalten Fluss um mich wenigstens etwas zu waschen. Lange hielt ichs nicht aus, da die Sandflies wieder angeflogen kamen und das H2O generell zu kalt war. Dann also zurueck in die Sauna und Essen bereiten! Morgen wirds zum Glueck ein kuerzerer Weg =).

Auf unserem Weg haben uns im uebrigen noch ‚Fantails‘ begleitet. Kleine Meisengrosse Voegel mit einem charakteristischen Faecherschwanz. Die waren so suess und verspielt, dass sie bis auf einen Meter heran kamen und etwas betrunken flogen, als ob sie nicht wuessten wohin sie wollten^^.

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