02 Resumé

Freitag, der 6. November 2015

Nach einiger Zeit nun zuhause folgt ein abschliessender Rückblick auf meine Zeit in Neuseeland.
Zuersteinmal hat mir die Zeit dort extrem gut gefallen. Ich selbst habe mich durch die Reisen und die Menschen die ich dort kennenlernen durfte sehr verändert. Jeder Tag aufs Neue war wie ein grosses Abenteuer und hat mir gut gefallen, auch wenn es hier und da Mal holprig wurde.
Als ich mich mit Neuseeland mehr und mehr auseinandergesetzt hatte und es langsam darauf losging, hatte ich natürlich auch Planungen angestellt, die natürlich der Realität nicht standhielten, so wie es immer so ist. Zum einen wurde mir damals schon von meinem Vulkanologie Professor empfohlen die Südinsel zuerst zu bereisen, da ich im Neuseeländischen Sommer ankommen würde. Diesen Rat habe ich auch beherzigt, weshalb ich mich vorab schon ein wenig mit Wanderrouten beschäftigt habe und so auch auf die Great Walks gestossen bin. Anfangs wollte ich ja noch alle laufen, was letztlich – realistisch gesehen – nun doch nicht machbar war, bzw. auch zu teuer wurde.
Zwar wusste ich, dass Neuseeland im Schnitt teurer als Deutschland ist, aber wenn man insgesamt gute 6.000 Euro für das Jahr ausgibt, obwohl man schon billig lebt und reist (kein Auto, woofen für Unterkunftskosten und 3/4 der Zeit von Nudeln mit Tomatensauce leben^^), war da anfangs auch nicht viel Spielraum.
Was ich komplett unterschätzt habe, war die Arbeitslage. Zwar war es im Prinzip nicht schwer Arbeit zu finden, insbesondere im Bereich der Saison Arbeit, aber ohne Auto und Handy kann das trotzdem zu einer Herausforderung werden, da viele einfach nicht auf Mails reagieren. Eigene Schuld klar, aber dennoch. Zwar verdient man als Backpacker auch ganz gut, jedoch ist das natürlich immer auch nur auf kurze Zeit begrenzt.

Dennoch hat man natürlich als jemand mit Ausbildung weitaus bessere Chancen, gerade in Städten wie Christchurch. Hat man, wie ich, erfolgreich studiert, dann siehts da schon Mau ist. Überqualifiziert?^^.  Da bleibt im Prinzip nicht viel übrig als die Saisonarbeit.
Den größten Fehler den ich begangen habe, war zu lange in den Städten zu bleiben, jeweils gute 5 Wochen Christchurch und Dunedin, waren zu lange, da es in Sachen Jobsuche für mich auch völlig vergeudet war. Zwar war ich in Dunedin auch aktiver dran etwas zu finden, was eher Geldmangel geschuldet war, aber da bekommen eher die Studenten nen Job. Von all denn Backpackern dort, habe ich nur wenige kennengelernt die nen festen Job hatten und wenn dann waren sie weiblich und gut gebaut^^. Soll aber dennoch nicht heissen, dass ich die Zeit dort bereut habe, allein schon weil ich wunderbare Leute getroffen und mit denen ich bis heute hinaus Freundschaften aufgebaut habe.
Wandern ging auch erst nach Dunedin los, wo ich etwas das freie Leben genossen haben. Stewart Island war grossartig und auch die Wanderungen nach meinem anschliessenden Job in Hastings waren mit das schönste Erlebnis in Neusseland. Die beste Arbeit hingegen kam mir erst zum Schluss unter die Füße. Dazu habe ich ja genug im letzten Beitrag geschrieben.

Neuseeland habe ich mir unter anderem ausgesucht, da mir Australien zu heiss und zu gross war und weil ich hörte es solle dort keine giftigen Tiere etc. geben. Was im Prinzip auch stimmt, jedoch gibt es natürlich die Ausnahme der Regel =). Meines Wissens nach gibt es eine einzige Spinnenart die aber nur an einem Strand auf der Nordinsel leben soll. Ob die wirklich tödlich ist, oder nur Reizungen etc. hervorruft weiss ich nicht. Auch Zecken gibt es noch und nöcher, zumindest auf der Nordinsel, was ich an den Kühen auf der Farm zu merken bekam. Auf der Südinsel sind mir nie welche untergekommen und das obwohl ich stets durch Farne gelaufen bin. Wie auch immer.
Von der Nordinsel habe ich nun weitaus weniger gesehen als ich mir vorgenommen habe. Mit mehr Zeit wäre auch dies möglich gewesen, aber wie immer mangelte es eben daran.

Eine Zeit die mich sehr geprägt hat und ich in keinster Weise bereue. Nun hoffe ich, dass es in Japan ähnlich interessant und spannend wird, obgleich ich denke dass es auch ungleich schwerer werden wird.