01 Das Leben auf einer Dairy Farm

Donnerstag, der 22. Oktober 2015

Nachdem ich dann doch schon den englischen Beitrag vor zwei Tagen verfasst habe, kommt etwas verspaetet nun auch die deutsche Version hinzu. Dieser stellt dann auch den vorletzten Beitrag meiner Neuseeland-Reise dar, ein abschliessendes Fazit wird dann noch erfolgen, sowie eins/zwei Beitraege zu meinem kleinen Australien Trip, das dann aber alles erst wenn ich wieder in Deutschland angekommen bin.

Seit ich hier in Neuseeland bin, habe ich immer wieder versucht einen Job in der Dairy Branche zu bekommen, da ich von dritten vernommen habe, es sei gut bezahlt und Verpflegung sowie Unterkunft fuer gewoehnlich kostenfrei. Im Prinzip die ideale Besetzung fuer einen Backpacker =). Dennoch hatte ich nach etlichen Anfragen auf diverse Anzeigen (hauptsaechlich vom Backpackersboard), nie eine Antwort erhalten, bzw. wenn, dann eine Absage. Dies aenderte sich nicht bis ich in Hokitika feststeckte (siehe fruehere Beitraege), wo ich endlich eine Zusage bekam, jedoch aus der Naehe von Dargaville auf der Nordinsel.
Meine kuenftigen Arbeitgeber fanden mich sympathisch und ich sie und so kamen wir schnell ueberein, dass ich fuer 400 Dollar die Woche arbeiten koenne und dafuer auch noch Kost und Logis erhalte. 400 Dollar Netto wohlgemerkt. Zwar ist das beileibe nicht das was man normalerweise bekommen wuerde (in der Regel Stundenlohn), aber nen geschenkten Gaul schaut man bekanntlich nicht ins Maul und da es eh keine Alternativen gab, entschloss ich mich fuer 18 Wochen zuzusagen, was den Rest meiner Zeit in Neuseeland kosten wuerde. Ein anderer Grund fuer das „geringe“ Gehalt ist der derzeitige weltweite Milchpreis, welcher im Keller liegt. Viele Bauern haben arge Probleme und viele sind bereits Pleite gegangen und mussten ihre Mitarbeiter entlassen. Von daher kann ich wirklich froh sein, dass ich ueberhaupt Geld bekomme, da die Position zuerst auch als woofing ausgestellt war.

Wie dem auch sei wurde ich dann von Jim und Janeen empfangen und habe an meinem ersten Arbeitstag meine Kollegen kennengelernt, welche sich letztlich als die besten Kollegen herausstellen sollten, mit denen ich jemals zusammengearbeitet habe. Aber der Reihe nach. Jim managed 2 Farmen, D1 und D3. Auf D3 war ich angestellt, wohingegen 2 Argentinier, mit denen ich in der ersten Zeit zusammenwohnte auf D1 beschaeftigt waren, bzw. sich um die Fuetterung der Kaelber kuemmerten. Auf D3 lernte ich dann Christine (34) – die Managerin der Farm – und Richard (58) kennen. Ein wunderbares Paar was keines ist. Ihr erste Satz zu mir war folgender: „Fuer jeden Fehler den du machst, hau ich Richard“. Klasse, dachte ich mir hier halt ichs ne Weile aus :D. Ich denke ich brauche nicht erwaehnen das ich durchaus einige Fehler zu verbuchen habe, was natuerlich komplett normal fuer nen kompletten Noob ist. Dennoch waren es nie wirklich schwerwiegende Fehler, sodass alles nur halb so schlimm war. Da ich sowieso schnell lerne, wurde ich auch schon bald von meinen Kollegen als „unverzichtbar“ eingestuft und mit Komplimenten und Lobeshymnen ueberschuettet, die bei meinem Abschied nochmal wiederholt wurden. Sie meinten ich sei von allen bisherigen Aushilfen derjenige der alles am schnellsten rallt und selbststaendig arbeiten kann, sowie sich vollstaendig ins Team integriert und auch komplett von diesem anerkannt wird. Ich fuehle mich durchweg geehrt^^.

Das dies fuer mich aber nicht weiter schwer war (obwohl es gute 3 bis 4 Wochen dauerte bis ich vollstaendig die Farm Routine inne hatte), lag daran, dass es insgesamt eine unglaublich gute Arbeitsatmosphaere gab. Wenn ich Fehler machte wurde nicht geschimpft, gemeckert, ausgerastet, sondern verstaendnisvoll agiert und ggf. darauf hingewiesen (sofern ich es nicht schon selbst gerallt habe) was das naechste Mal besser zu machen ist, total konstruktiv. Ein weiterer sehr grosser Pluspunkt ist der allgemeine Humor der beiden, welcher sich komplett mit meinem deckt^^. Kein Tag verging ohne Witz und Spass, sei es allgemein, oder ueber uns selbst. Keine Grube war tief genug und sogut wie nichts war heilig :D. Echt geil.

Zum Farmleben gehoert auch diverse motorisierte Vehikel zu fahren. Allen voran das Motorrad. Dies wurde mir auch gleich beigebracht, auch wenn ich keinen Fuehrerschein und nie meinen Arsch auf einen solchen Sattel gepflanzt habe^^. Fuer Farmbikes braucht man in NZ uebrigens auch keinen Lappen, nur um das rechtlich mal abzusichern. Das fahren selbst klappte auch erstaunlicherweise echt gut, auch wenns ein wenig dauerte bis ich es wirklich beherrschte und immer wieder runterfiel. Nach nen paar Tagen uebung konnte ich dann schon richtig gut rumheizen. Warum also Motorrad? Die Farm ist etliche Hektar gross und man muss Kuehe aus ihren Weiden herausholen, wozu man agil sein muss.
Als zweites Gefaehrt wurde mir das fahren von Traktoren, deren dort zwei vorhanden waren, beigebracht. Zum einen ein wirklich alter Ford (alles mechanik, keine Technik) und ein 150.000 Dollar teurer John Deere Traktor mit viel Schnickschnack. An dieser Stelle sollte ich erwaehnen, dass ich einen Hang dazu habe Dinge kaputt zu machen, was an meinem „Beruf“ liegen muss :D. Von daher war ich schon etwas nervoes als man mich alleine mit den Traktoren hantieren liess. Ein anderer Grund fuer meine Nervositaet ist in meiner Kindheit zu finden. Im zarten Alter von etwa zehn Jahren besuchten wir Familienfreunde in Thueringen, die nen paar Tiere hatten und deren Nachbarn auch einen blauen Traktor besassen, den ich sogar nach ner kleinen Einfuehrung alleine fahren durfte. Das fahren selbst verlief auch Reibungslos, aber niemand sagte mir wie ich das Teil dann anhalte :D. So fuhr ich Schnurstraks auf das Garagentor zu und stampfte auf die Bremse, als ich Onkel Rainer nur noch rufen hoerte „kupplung! Kupplung! KUPPLUNG!“. Glueck gehabt, das Tor ist heile geblieben und auch der Traktor^^. Aber haette nicht viel gefehlt, stand schon fast mit einem rad drinnen :D. Von der Erfahrung gepraegt ueberlegte ich zweimal was ich mache, bevor ich es mache^^. Aber gluecklicherweise verlief das Traktorfahren noch einfacher als das Motorradfahren und ich wurde richtig gut darin.
Jim hat mir zudem angeboten zu zeigen wie man Auto faehrt. Wir hatten nen Farm Pick-up, wo ich mal 5 Minuten Fahrstunde hatte. Was auch ganz gut ging. Aber mehr ist daraus nicht geworden^^.

Wie sieht nun also der typische Tag auf der Farm aus? Es beginnt fuer gewoehnlich zwischen 3 und 4 Uhr morgens mit dem klingeln des Weckers und dem einholen der Kuehe. Anschliessend um halb 6 wird nach ner kurzen Kaffee-/Tee-Pause mit dem dreistuendigen melken begonnen. Wir melken insgesamt 550 Kuehe. Da ich aber zur „Calving Season“, also der Zeit in der die Kuehe ihre Kaelber bekommen und anschliessend erst gemolken werden koennen, beschaeftigt wurde, fingen wir bei der ersten Kuh an und arbeiteten und so jeden Tag mit mehr werdenden Kuehen hoch, bis wir kurz bevor ich die Farm verliess alle Kuehe gemolken haben.
Die Kuehe selbst gehen auf einen rotierenden Tisch, auf dem jede Kuh ihre eigene „Zelle“ hat und wo insgesamt 60 Kuehe raufpassen. Gemolken wird nicht mit Hand (das ist bei 550 Kuehen auch kaum vorstellbar^^), sondern mit Vakuum-Pumpen die an die Zitzen der Kuh angebracht werden. Die meisten Kuehe brauchen eine Runde um gemolken zu sein, die Geschwindigkeit des Tisches kann dem angepasst werden. Das ganze kann dann bei vollen 550 Kuehen bis zu 3 h in Anspruch nehmen. Bevor eine Kuh aber ueberhaupt gemolken werden kann, muss sie ihr Kalb gebaeren, welches schon kurze Zeit danach von uns aufgesammelt wird und separat aufgezogen wird. Mag sich grausam anhoeren, aber so wird nunmal die Milch produziert, welche ihr im Supermarkt kaufen koennt. Interessanterweise sehen die meisten Kuehe das auch eher entspannt nur die wenigstens „greifen einen an“ oder sind anderweitig „aufmuepfig“. Es kommt auch sehr oft vor, dass andere Kuehe Kaelber stehlen, oder das Kaelber von ihren Muettern ignoriert werden.
Fuer die ersten 8 Melkdurchgaenge wird die Milch separat gepumpt, da diese zuviel Cholesterin enthaelt und Kaelber diese benoetigen. Danach geht alles in de den grossen 20.000 l umfassenden Vat (hab keine gute Uebersetzung gefunden, vermutlich am ehesten „Fass“ aber aus Metall). Bezahlt wird der Bauer uebrigens nach dem Milchfettanteil in der Milch nicht nach Liter, was ich gedacht habe. Daher waehlt man seine Kuehe auch dementsprechend aus. Jim hat Jersey und Friesian Kuehe (um genau zu sein Holstein Friesich, sind deutsche Kuehe, die bekannten schwarz/weissen). Erstere geben mehr Fett aber weniger Volumen als die Friesischen Kuehe. Kreuzungen von beiden sollen dann die guten Eigenschaften beider vereinen.

Nachdem man dann die Kaelber eingesammelt hat, gehts in die Mittagspause (nach dem Melken die Fruehstueckspause, jeweils eine Stunde). Anschliessend wird dann entweder noch Heu oder Silage (fermentiertes Gras) ausgefuettert und Kuehe auf andere Weiden gebracht, sowie noch ein paar andere Dinge erledigt, solange man nur einmal am Tag melkt. Normalerweise wuerde dies zweimal geschehen, morgens um halb 6 wie geschrieben und Nachmittags um 3. Anfangs sind wir so verfahren, jedoch wurde das Wetter mit der Zeit (mit fortschreitenden Winter) zu nass, sodass zu viele Kuehe erlahmten. Desweiteren ist es fuer den Bauer guenstiger nur einmal am Tag zu melken. Die ganze Anlage am laufen zu halten kostet immens Geld, was in Anbetracht des schlechten Milchpreises schwerlich zu decken ist.

Neben den Milchkuehen und den Cholosterin Kuehen (welche separat gehalten werden, bis die zweitgenannten Kuehe ihre 8 Melkungen hinter sich haben), gibt es noch die „Springer“ Herde, welche aus Kuehen besteht, die mehr oder weniger kurz vorm kalben stehen (was man an der Schwellung ihres Euters sieht), und die „Trocken“ Kuehe, die noch laenger brauchen bis sie gebaeren. Aus letzterer werden dann immer wieder welche in die Springer Herde verfrachtet bis es so wenige sind, dass man beide Herden zusammenfuehren kann.
Daneben, gibt es dann noch eine Lahme Herde, mit den Kuehen welche behandelt werden muessen. Ich selbst hab oft dabei assestiert. Die zu behandelnde Kuh wird dabei in den Wrangler geleitet und immobilisiert um dann den jeweiligen Huf zu bearbeiten. Oft kommts vor das sich Absessen gebildet haben was dann rausgeschnitten werden muss.
Dann gibt es noch die Heifers (englische Bezeichung fuer weibliche Kuehe, meistens aber fuer Jungfrauen oder fuer Kuehe der ersten zwei Jahre verwendet), also Kaelber vom letzten Jahr die nach einem Jahr mit den Bullen zusammengefuehrt werden und dann ordentlich durchgebumst werden. Sie geben dann im zarten Alter von zwei Jahren Milch. Interessanterweise wird in Europa (so habe ich mir sagen lassen) eine Kuh erst mit drei Jahren zur Befruchtung freigegeben, wohingegen es in Neuseeland nach einem ist. Auch sind die Herden in NZ exorbitant groesser als in Deutschland, wo wir vllt. gerade mal 30 bis 50 Kuehe pro Farm haben, sind weit mehr als 100 Standard in NZ. Das kann bis zu 1.000 Kuehe hoch gehen, von dem was ich gehoert habe. Aber fairerweise muss man sagen, dass die auch das Land dazu haben.

Der Tag geht dann – je nachdem wie viel zu tun ist – zwischen vier und fuenf am Nachmittag zuende. Ein gewoehnlicher Arbeitstag hat demzufolge (Pausen ausgerechnet) 10 bis 12 Stunden. Stellt euch das mal zu nem Stundenlohn von knapp 15 Dollar vor. Leider war ich zur falschen Zeit in Neuseeland^^. Gearbeitet wird dann auch 12 Tage am Stueck bevor man seine 2 freien Tage bekommt, an denen man die meiste Zeit mit schlafen verbringt. An Arbeitstagen selbst kommt man nur nach Hause, nimmt ne Dusche, macht sich was zu fressen und kann dann maximal noch ne Stunde im Buch blaettern (wenn man nicht zu muede ist) bevors dann gegen 7 wieder in die Heia geht, zumindest fuer mich^^.

Kurz nach meinem Geburtstag passierte es dann dass die Farm von einer Grippewelle heimgesucht wurde und die halbe belegschaft lahmlegte, inklusive meiner Wenigkeit. Da es fuer mich die erste Grippe war hat sie mich demzufolge auch hart erwischt. Ich lag 2 Tage nur im Bett, 24h am Stueck geschlafen. Ich hatte seltsame Idee, von wegen, dass meine Gliedmassen einen eigenen Willen haben und versuchen sich von meinem Koerper loszureissen. Versuch mal deine Beine und Arme zu kontrollieren, wenn sie absolut nicht auf dich hoeren wollen^^. Echt verrueckt. Dazu kam, dass Richard und Christine so ziemlich alleine zwei Farmen zu managen hatten, also D1 und D3. Nach 6 Tagen war auch ich dann wieder auf den Damm. Aber ich glaube so elend habe ich mich noch nie gefuehlt gehabt. Als ein verweigerer von Medizin hab ich das natuerlich selbst auskuriert um auch Antikoerper zu bilden.

Im September dann musste ich aus logistischen Gruenden zu Christine umziehen. Christian und Gustavo sind kurz nach der Krankheitswelle dann auch fortgegangen, sodass ich ne Zeitlang die Bude fuer mich hatte und ein wenig Freiraum geniessen konnte. Zuerst war ich ein wenig skeptisch zu ihr zu ziehen, nicht wegen ihr, sondern mehr weil ich es mag allein zu wohnen. Aber letzlich war es genial. Ich habe mich dazu verpflichtet zu kochen (nach der Arbeit), was herzlichst begruesst und belobt wurde. Wir verstehen uns blendend und sie hatte mir auch ein japanisch Buch, sowie Lektuere zur roemischen und griechischen Geschichte ausgeliehen, die ich dann in meiner freien Zeit gelesen habe. Sie studierte einst eben dies in Dunedin. Wir haben jeden Tag spass gehabt und kein Tag verging ohne lachen und spaesschen machen. Dasselbe auf Arbeit =).

Zurueck zu den Kuehen. Jede Kuh die in der melk-Herde ist, wird am oberen Ende ihres Schwanzes markiert. Dies hat den Sinn sie unter anderem mit anderen Kuehen auseinanderzuhalten, aber auch zu zeigen ob sie wieder rallig, und damit bereit sind wieder Schwanger zu werden. Interessanterweise gehen Kuehe auf die Ruecken der ralligen Kuehe (wie die Bullen, nur ohne Penis), sodass sie diese Markierung auf dem Schwanz abreiben. Dadurch sieht man wann eine Kuh bereit ist. Die passive Kuh (sprich diejenige welche von ihren weiblichen Kollegen bestiegen wird^^), sendet Pheromone aus, welche die aktive Kuh wahrnimmt und dann eben dieses Verhalten an den Tag legt. Warum sie das macht kann ich nicht sagen, und konnte ich auch nicht rausfinden. Vielleicht wird sie selbst geil dadurch :D.
Wenn dieser Zeitpunkt dann erreicht ist beginnt die kuenstliche Befruchtungm wobei mithilfe eines langen „Stabes“ Samen direkt in den Uterus eingefuehrt wird. Etwa 70% werden der behandelten Kuehe werden nach der ersten kuenstlichen Befruchtung Schwanger. Die anderen kommen nach gut 18 bis 24 Tagen zurueck (mit erenut abgeriebener Markierung) und werden erneut befruchtet. Gruende fuer diese Ausfallrate koennen Fehler in der Handhabung sein, oder einfach der falsche Zeitpunkt, bzw. dass die Kuh nicht mehr oder nicht wirklich rallig ist. Sie ist es sowieso nur fuer einen Tag, bis der Zyklus wieder von vorne beginnt. Und die Markierung kann auch an Baeumen abgerieben werden. Von daher gibts nur ein zuverlaessiges Zeichen (was aber auch nicht immer vorhanden sein muss), um eine rallige Kuh zu erkennen und zwar Abschuerfungen an der Haut, von der Reibung der reitenden Kuh. Ein weiteres Zeichen (aber eher unsicheres), waere, dass sie ihre Milch nicht wirklich ablassen und nach dem Melken noch immer einen dicken Euter haben.
Mit der kuenstlichen Befruchtung haben wir uns dann beschaeftigt bevor ich abgehauen bin. War ne interessante Erfahrung. Die Heifers werden uebrigens beim ersten Mal auf natuerliche Weise befruchtet und erst ab dem zweiten Mal kuenstlich. Bisschen unromantisch ist das ja schon, aber so kann der Bauer seine Kreuzungen erreichen. Dazu kommt, dass ein Bulle (so sexbesessen er auch ist, und glaubt mir, mit Bullen zu arbeiten ist so ziemlich die schlimmste und gefaehrlichste Arbeit auf ner Dairy Farm), effektiv nur 2 Kuehe pro Tag durchnehmen kann. Alles was sie machen ist Schwanz raus, rumbloeken und die Rangfolge auskaempfen, sodass sie mit der Zeit total erschoepft sind da sie nicht viel essen. Da will man nicht dazwischen geraten^^.

In meiner letzten Woche dann, haben wir selbst (da der Fruehling das Gras hat spriessen lassen), Silage produziert und Futtermais gepflanzt, was insgesamt ne verdammte Menge Zeit gekostet hat, sodass jeder im Team 13 bis 17 h am Tag gearbeitet hat (Pausen ausgerechnet). Und am naechsten Tag wieder um 3:30 Uhr raus um zu melken. Zudem haben wir unsere freien Tage nicht bekommen, heisst ich habe dann 18 Tage am Stueck durchgearbeitet bevor ich nach Auckland zog, mit minimalen Schlaf in der letzten Woche^^. Am letzten Tag war ich wie ne Laiche beim melken…^^. Aber irgendwie doch ueberstanden :D. Nichtsdestotrozt hat es ungeheuren Spass gemacht und ich habe eine menge lernen duerfen. Ich hatte ein Team was man sich nur wuenschen konnte und wuerde jederzeit wieder dort anfangen, was ich auch vorhabe da ich die Nordinsel noch nicht erkundet habe. Aber das ist noch Zukunftsmusik.
Moeglicherweise kann ich mir in Japan nen Job auf ner Dairy Farm suchen, waere klasse fuer ne gewisse Zeit und wuerde vllt. auch mehr Geld einbringen. Schauen wir mal.

So verabschiedete ich mich dann mit nem ruehrseligen Gefuehl im Magen (was nicht nur mir so ging), von meinen Kollegen und wurde von Jim und Janeen nach Bryndewyn gefahren. Nen Platz von wo aus es nur noch 105 km nach Auckland waren und ich von nem Inder mitgenommen wurde.

Goodbye Pouto, Goodbye for now. Ich bleibe mit meinen Kollegen selbstredend im Kontakt und mir wurde auch ein Shirt mit den Unterschriften aller Kollegen zu Weihnachten versprochen, worauf ich mich schon freue =).