03 Auf der Suche

Dienstag, der 31. Dezember 2014

So zogen wir aus am Sonntag nach Cromwell zu ziehen um endlich nen Job zu ergattern! Die Landschaft auf dem Weg dahin war wunderschoen anzusehen, am liebsten haette ich einige Fotostops gemacht aber das wuerde uns nur unnoetig aufhalten.
Dort angekommen klopften wir sprichwoertlich an jede Tuer die nach potentieller Fruitpickerarbeit aussah, jedoch ohne den geringsten Erfolg. Es waren etwa um die 15 Farmen und bei jeder erhielten wir dieselbe Antwort „Wir brauchen derzeit keine Arbeiter, da wir voll besetzt sind“. Eine aeltere Frau sagte uns dann auch warum. Es sind einfach zu viele Bewerber! Niemals zuvor gab es so viele Bewerber wie in diesem Jahr, was vermutlich auch an dem Work & Holiday Visa liegt. Diesmal sinds aber nicht hauptsaechlich Deutsche, sondern Suedamerikaner und einige Asiaten. Damit hatten wir nicht gerechnet. Wir dachten man wuerde uns mit Kusshand aufnehmen, da, pfiffig wie wir waren, gleich nach Weihnachten die Bewerberzahl niedrig sein muesste (so zumindest mein Kalkuel). Das wuerde uns eine freie Auswahl garantieren, zumal Mike vor einer Woche schonmal da war und noch alles rosig aussah. Aber Pustekuchen.
Unsere letzte Hoffnung war NZCherry Corp. ein Unternehmen was uns Augustin in Queenstown nahegelegt hat und wo man sich online bewerben muss, was wir dann auch in Queenstown taten. Das Gelaende von denen gleicht ungelogen einem Hochsicherheitstrakt. Zaeune, Kameras und Netze um das gesamte Gelaende. Wir scherzten schon rum, dass man uns abknallt, sobald eine Kirsche versehentlich den Weg in unsere Muender findet^^. Man fuehlt sich ehrlich gesagt ein wenig wie im Kaefig.
Da es gerade Sonntag war, mussten wir am folgenden Tag wiederkommen. Den Rest des Tages verbrachten wir am Fluss und leckten unsere Wunen. Danach suchten wir uns einen Campingplatz (den einzigen oeffentlichen in Cromwell) und zahlten 15$ fuer die Nacht. Auf jeden Fall ein Schlafplatz den ich nicht wiedersehen will. Die Kueche ist viel zu klein – 2 Tische, und ein paar Stuehle und wird zudem um 10 geschlossen. Dazu kommt, dass es keinen Aufenthaltsraum gibt. Das Bad hat 2 Duschen und 2 Klos, reicht bei weitem nicht aus, zumal alles auch nicht gerade als sauber gelten kann. Ich habe ansich nicht die groessten Ansprueche, aber ich hhabe mich dort allgemein nicht wohlgefuehlt.

Wie auch immer, die Nacht war soweit ok und der Morgen begann mit Sonne und steigerte sich in Hitze. Das Gebiet um Cromwell ist eine Halbwueste nur damit man nen Vergleich hat. Nichts dort, was einem Schatten spenden koennte. Das Oertchen selbst ist nicht wirklich sehenswert. Wuerde es dort fuer Hinz und Kunz keine Arbeit geben, fuehre man schnurstracks weiter.
Auch hier nimmt die Bibo wieder Geld fuers Internet, diesmal aber nicht per Zeiteinheit, was noch nachvollziehbar ist, sondern per MB. 2$ fuer 20 MB, innerhalb von 10 Minuten aufgebraucht! Der Tag fing schonmal gut an^^. Aber es sollte noch besser werden :D. Anschliessend ging es dann zur NZ Cherry Corp. um persoenlich nach nem Job zu fragen. Mike hatte derweil seine Zusage per Mail bekommen, waehrend ich auf meine noch wartete. Dennoch sind die weiteren online Schritte verschwendete Zeit, da er u.a. Dokumente einscannen sollte um sie anschliessend mit der Bewerbung wieder auszudrucken. Nonsens!
Letztlich hatten wir Glueck und wurden angenommen (das Highlight des Tages, wenn auch letzte Wahl) und fangen ab dem 3. Januar mit der Arbeit an. Nachdem wir dann alle Formalitaeten geklaert haben, waren wir uns einig nicht in Cromwell zu bleiben, solange wir nicht arbeiteten. So hatten wir noch 5 Tage vor uns die irgendwie halbwegs sinnvoll verbracht werden wollen, zumal auch Neujahr dazwischen liegt. Die erste Idee die wir hatten, war Daniela in Te Anau zu besuchen. Dazu wollten wir sie anrufen, jedoch hatte Mike Probleme mit Vodafone, sodass er kein Netz fand. Scheint uebrigens nicht der einzige gewesen zu sein.
Da sein Telephon also nicht funktionsfaehig war, suchten wir uns ne Zelle. Dort angekommen, mussten wir erstmal ne Telefonkarte kaufen, obwohl wir gerade erst Kleingeld gewechselt hatten. Also rueber zur Tanke und das noetige Utensil besorgt. Endlich am Ziel unserer Wuensche waehlte ich die Nummer und musste fesstellen, dass sofort der AB ansprang… In diesem Moment haette ich die Zelle dezent auseinandernehmen koennen^^.  Die Hitze traegt den Rest zu den leicht aggressiven Unterton bei. Der Tag war bereits jetzt schon gelaufen fuer mich. Ich entschied darauf in der Bibo noch ne Mail an sie zu schreiben, aber just als ich ankam, zeigte das Zeiteisen 5:01 Uhr und die Bibo ward geschlossen. Puenktlich sind sie ja hier… Ich stand kurz for dem ausrasten :D. Nagut, dann sollte es wohl nicht sein, und wir brauchten nen Plan B. So entschlossen wir uns zurueck nach Queenstown zu fahren. Ich haette nicht gedacht, dass ich das nochmal sagen wuerde, aber es gibt wirklich Orte die schlimmer sind als Christchurch… Wir fuhren also zum Lake Moke, ein wenig ausserhalb der Stadt und mitten in den Alpen gelegen. Dort gibt es einen Campingplatz der direkt vom DOC gefuehrt wird und 10$ die Nacht kostet. Annehmbar, auch wenn es keine Duschen gibt, aber der See ist ja vor der Tuer und ein wunderschoenes Panorama dazu.
Wenn Cromwell eine Halbwueste ist, handelt es sich hierbei um den Garten Eden^^. Nach nem Tag voller Pleiten, Pech und Pannen tat es echt gut, doch irgendwo angekommen zu sein. Ohne Mike und seinem Auto waere ich wohl verzweifelt.

Bilder gibts diesmal nicht, fuer den naecshten Beitrag stehen aber welche bereit.

2 Antworten zu 03 Auf der Suche

  1. Sabrina schreibt:

    Denn kommt gut ins neue Jahr und ich wünsche euch ganz viel Spaß beim Kirschen pflücken. Esst nicht zu viele :) Ich würde dich gerne nochmal wieder sehen :)))
    Und lasst euch nicht unterkriegen, auch nicht von der Hitze. Und Robert ganz entspannt. Mit Ausrastern kenn ich dich gar nicht :D

  2. VagabundenReise schreibt:

    Ich bin einfach nicht kompatibel mit Hitze^^. Und solange die Kirschen Geld bringen, solange kommen sie ins Koerbchen :D.

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