01 Luminate-Festival Teil I

Dienstag, der 10. Februar 2015

Dieser Beitrag versteht sich chronologisch nachfolgend zu dem Abel Tasman Coastal Track Beitrag.

Wie in vorigen Beitraegen erwaehnt war das Besuchen des Luminate Festivals eher eine spontane Aktion von Mike und mir. Bereut haben wir es dennoch nicht. Nachfolgend ersteinmal ein paar allgemeine Infos, bevor ich danach auf meine Erfahrungen und Erlebnisse eingehe. Insgesamt 8 Tage (vom 28. Januar bis zum 4. Februar 2015), fuer 250 $. Gelegen auf dem Takaka Hill suedlich des Abel Tasman National Parks auf 750 m Hoeher ueber dem Meeresspiegel! Umgeben von Weideflaechen und urspruenglichen Buchen Waeldern (Neuseelaendische Buche wohlgemerkt, hat vom aussehen nichts mit der europaeischen gemein).

Part I – Festival Philosophie

Das Festival ist meines Wissens nach Einzigartig, in dem was es ist und macht. Zugegeben hat diese Aussage wenig Kraft, da ich bisher kein anderes Festival von innen gesehen habe, dennoch meinten dies andere die schon auf vielen Festivals gewesen sind. Warum ist das so? Zum einen ist es natuerlich der Charakter dessen, eine Art Hippi-/Alternativ-/Oeko-Festival mit vielen Workshops und einem kleinen internen Markt, wo man Essen aus organischer Produktion (im Prinzip entweder Vegetarisch oder Vegan), sowie Klamotten und Schmuck erstehen kann. Ferner gibt es zwei Buehnen wobei eine 24 h am Tag verschiedene Musiker praesentiert und Live Musik verschiedenster Art beinhaltet, und eine die sich nur mit elektronischer Musik beschaeftigt.

Was das Luminate besonders macht ist die total freundliche/herzliche und familiaere Atmosphaere und das die gesamten 8 Tage ueber. Von Saeuglingen bis 70-jaehrigen Rentnern und Alt-Hippies war alles durch die Bank weg vertreten, gerade Familien waren sehr oft zu sehen. Das ist schonmal was ganz besonderes.
Ein weiterer Punkt ist der Alkoholbann auf dem Gelaende. Jeder der erwischt worden waere Alkohol zu konsumieren, oder mit rein zu schmuggeln wuerde vom Festival ausgeschlossen werden. Natuerlich waren die Kontrollen bei gut 4.000 Teilnehmern nicht ausreichend, aber bis auf ein paar Bier gabs wohl wirklich kaum jemanden der sich nicht dran gehalten hat. Und wirklich besoffen oder aufmuepfig war keiner.
Das Beste allerdings war die „Zero Waste“-Regel (also Null Abfall). Jeder der Muell mitbringt (in Form von Verpackungen etc.) musste diesen auch wieder mitnehmen. Am Markt selbst, wo man ja auch was zu essen kaufen konnte, musste jeder sein Geschirr und Tassen mitbringen, es wurden keine Plasteteller/-besteck/-tassen oder aehnliches ausgegeben, nicht einmal Servietten! Das fand ich fortschrittlich! Und jeder hat sich dran gehalten. In den 8 Tagen habe ich gerade mal zwei Dosen auf dem gesamten Gelaende gesehen! Fantastisch.
Klasse waren auch die Bioklos, bzw. Kompostklos (alles aus Holz)! Meistens so 6 Kabinen aneinander. In Form eines Plumsklos, wurde die Scheisse dann mit Saegespaenen bedeckt um den Geruch zu daemmen. Erstaunlicherweise auch meistens alles sehr sauber gewesen. Hab ja schon Storys von Festivals gehoert wo die Scheisse schon weit uberm Klodeckel hinaus stack :D. Aber hier hat man nicht mal Dixi-Klos, echt ne gute Idee! So gab es auch nen richtigen Kompost, wo man seine organischen Reste hinverfrachten konnte.

Duschen gabs natuerlich auch, jedoch nur drei Stueck. Eine davon wurde durch Solarenergie aufgeheizt, die anderen waren kalt durch Quellwasser gespeist, was generell auch fuer Trinkwasser und zum Waschen seines Geschirrs benutzt wurde. Dreimal darf man raten, welche am meisten besucht wurde, und nein, es ist nicht die offensichtliche Antwort :D.

Part II – Inhalte

Der wichtigste Punkt – und im Prinzip der Hauptgrund warum wir dort hingegangen sind – waren die Workshops, welche insgesamt in 5 Bereiche aufgeteilt und jeweils in einem dafuer vorgesehenen grossen Zelt abgehalten wurden. Am meisten haben mich jene interessiert die in Richtung Selbstversorgung, gardening, bzw. Verwertung von Produkten gingen. Aber auch Workshops des „Heilungs“-Bereiches habe ich ausprobiert, sowie Yoga. Auf die einzelnen Inhalte werde ich im Laufe noch eingehen.
Jeden Tag von 8:30 Uhr bis etwa um 7 Uhr Abends gab es Workshops ueber den ganzen Tag verteilt, die dann teils aber auch nicht den Erwartungen entsprachen, wohingegen andere mich nicht losgelassen und meine Neugier noch mehr geweckt haben.
Ein weiterer Bestandteil ist ein Zirkuszelt wo jeder verschiedene Disziplinen wie Jonglieren, Hoola Hoop, Einradfahren, etc. ausprobieren und erlernen kann. Auch die Tribal Zone sollte man noch erwaehnen, wo es hauptsaechlich ums trommeln auf den verschiedensten Trommeln geht und darum Musik zu machen und ums Feuer herum zu tanzen. Das hat schon ein wenig was indianisches gehabt.

Ferner gab es noch die „Chill-out Lounge“ ein weiteres Zelt, in dem man ohne Schuhe eintreten musste und sich entspannen und relaxen konnte, bei DJ Musik und z.T. auch Live Programmen. Man unterhielt sich mit neuen Bekanntschaften, trank Tee, ass ein wenig was und schaltete ab. Haeufig waren auch „Massage-Ketten“ wo jeden seinen vordermann massierte, oder auch artistische Uebungen, oder auch Meditationen. Kurzrum es war zumeist voll dort drin,
Daneben gab es im Markt-Bereich auch noch eine ‚Village stage‘ also eine Dorf Buehne, wo entweder Live Musik spielte (alles selbstkomponiert oder folklorische Musik), oder aber auch Kleinkunstprogramme aufgefuehrt wurden.Die Campingplaetze waren etwa 6 Gehminuten vom Spektakel entfernt und bis auf die Live Musik, welche von der Buehne die ganze Nacht her schallte, war alles richtig ruhig, sodass man auch in Seelenruhe schlafen konnte.

Im Info Zelt selbst gab es ne Nachrichten Tafel, Programmhinweise, Bargeldabhebungen, Informationen und so weiter. Auch ein Erste Hilfe Zelt musste es natuerlich geben, welches ich auch einmal aufsuchen musste, jedoch nur weil ich bei einer total verrueckten Aktion nen Sandkorn ins Auge bekommen habe, dass ich nicht mehr rausbekam. Was das fuer eine Aktion war, koennt ihr im zweiten Teil lesen und auch sehen :D. Sowas verruecktes hab ich noch nie gemacht^^.

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