10 …Lake Tekapo!

Samstag, der 20. Dezember 2014

Nachdem wir dann endlich alle Sachen geklaert hatten und mit einem neuen Radiator im Auto losfahren konnten, stieg die Vorfreude immer mehr, auch wenn sich der Himmel zuzog und es mittlerweile nicht mehr so schoen war wie am Tag davor.
Endlich raus aus Christchurch! (Ich glaub ich habe gerade nen Deja vu). Zusammen mit Noelia (die Argentinierin), Augustin (auch Argentinier), Hugo (Franzose und unser Fahrer), Mike (Australier und mein bester Kumpel hier), sowie Daniela (Deutsche und meine Busenfreundin, nach nicht mal 2 Wochen), ging es in zwei Autos die Teils bis zur Decke gepackt waren ab in die Freiheit! Wir konnten leider kein Hostel mehr finden was noch Betten frei hatte, weshalb wir uns entschlossen alle zusammen zu campen.
Die anderen 5 sind fuer mich wie eine kleine Familie geworden, obwohl wir uns quasi nur fluechtig kennen und Augustin am Montag erst dazustoss, aber dennoch ist das alles so locker mit denen. Man kann sich blind vertrauen und weiss, dass niemand einem was boeses will. So klasse! Ich kann mit Fug und Recht behaupten, dass dies die bisher beste Zeit ist, die ich in Neuseeland verbrachte und vermutlich auch verbringen werde, allen voran weil ich mich mit Daniela echt gut verstehe und man auch mal tiefere Gespraeche fuehren kann.

Die Fahrt ansich war jedoch vorerst recht unspektakulaer, bis wir dann in gebirgigere Gegenden kamen, die dann zumindest geologisch etwas interessanter und schoen anzusehen waren (auch wenn wir dafuer nicht extra anhielten). Insgesamt hat die Fahrt gut drei Stunden gedauert und war 250 km lang. Am Ziel angekommen haben wir dann erstmal die Aussicht genossen. Wolkenverhangene Berge und ein See, der je nach Licht seine Farbe zwischen Silber, Tiefblau und Azur veraendert – was will ein Steppenwolf wie ich es einer bin, mehr?

Anschliessend ging es dann zu einem Campingplatz der laut Reisefueherer 5$ die Nacht kostet, was spottbillig ist. Letztlich stellte sich heraus das wir gar nichts zahlen mussten, da es nirgendwo Wachen oder aehnliches gab. Also haben wir 2 Naechte lang umsonst gecampt =). Fuer Nachahmer (wirklich schoene Location und quasi direkt am See), fahrt aus Tekapo raus und nehmt die erste rechts. Folgt der Strasse fuer etwa 10 Minuten und biegt dann wieder rechts ab, ihr koennts gar nicht verfehlen, da einige Dauercamper da geparkt haben.
Nachdem wir dann auch die Zelte aufgebaut haben, ging es ans Essen machen. Wir haben dazu vorher noch im ‚4 square‘ eingekauft. Diesen Abend sollte es Wraps mit Huehnchen, Zwiebel, sehr viel Knoblauch und Weisskohl geben! Eine Idee von Daniela und mal was anderes als staendig Nudeln (ok, die gabs dafuer den naechsten Abend :D). Dazu machten wir uns noch nen schoenes Lagerfeuer und kochten ueber diesem.
Am Abend selbst, verzogen sich dann sogar noch die Wolken ein wenig und es wurde noch richtig schoen, sodass wir uns entschieden die Gelegenheit zu nutzen und baden zu gehen. Mike, Augustin und ich um genau zu sein! Es war scheisse kalt, ich habe echt lange gebraucht um mich an die Kaelte zu gewoehnen, aber nach 10 Minuten hats dann geklappt^^. Da war das Wasser in der Bucht bei Akaroa deutlich angenehmer. Aber was solls, man ist nur einmal jung. Danach gleich dick einmummeln und nen heissen Tee schluerfen! Wir trafen dann auch noch zwei Amerikanerinnern die wir zu uns einluden und dann spaeter noch zusammen quatschten und am Lagerfeuer Gitarre spielten. Total idyllisch^^.

Die Nacht habe ich in meinem Tarp auf dem Boden der Tatsachen verbracht (ohne Isomatte) und habe wunderbar geschlafen. Auf hartem Boden liege ich generell besser als auf weichem, weshalb das durchaus mal gut getan hat.
Am naechsten Morgen, hiess es dann fruehschwimmen, nur war ich es diesmal alleine. Da meine Unterhose noch nicht trocken war (und ich keine Badehose mithatte), ging ich nacksch rein. Das gute bei den Kameraden ist, dass es niemanden gestoert hat! Im Gegenteil. Am dritten Tag sind dann auch Daniela und Mike zusammen mit mir naksch reingegangen, wie anonyme Bilder beweisen xD. Mit den Leuten kann man echt auch Pferde stehlen :D.

Am Tag selbst haben wir dann noch ein wenig die Gegend erkundet, die vorallem geologisch durchaus interessant war. Gepraegt wars dann aber hauptsaechlich von Abenteuereien. Denn wir mussten nen Weg uebers Wasser finden, da wir nicht durchwaten wollten (warum auch immer^^). Es gab dort richtig urig anmutende Baeume die eine Uberquerung (zumindest fuer uns Maenner – arrrrrrr) durchaus zuliessen, auch wenns recht lange dauerte durch das Gestruepp zu balanzieren, fuer gerade einmal 10 m Wasserweg, oder so^^. Aber es hat uebelst spass gemacht sich wieder wie ein Kind zu fuehlen und auf Baeumen zu klettern + mit den anderen eine schoene Zeit zu haben. Letztlich (aus Ruecksicht auf die Maedels) sind wir dann doch durchs Wasser gewatet, an einer Stelle die nicht zu tief war.
Weiter entlang der Kueste machten wir noch einige Gruppenfotos und gingen an einigen einzelnen und verlassenen Haeusern vorbei. Eines war ne Art Ferienhaus mit einem Gasgrill im Hinterhof. Die Haeuser waren verlassen und sahen so aus, als wuerden sie lange nicht besucht worden sein (ueberall lag Schafscheisse auf der Terasse, die laufen da alle frei rum). So machte Mike den Vorschlag am naechsten Tag wieder zu kommen und ein wenig Fleisch zu grillen. Ich hielt es fuer eine leere Drohung und nen Scherz bis er und Daniela dann am naechsten Tag wirklich in den Supermarkt fuhren und Fleisch kauften xD. Mir war die ganze Schose absolut nicht geheuer und schob voll die Paranoia, bildete mir ein Stimmen zu hoeren oder zuckte bei jeglichen Geraeuschen zusammen^^. Letztlich hatten wir nen schoenes Mittag :D. War zwar sicher von den Besitzern nicht gerade erwuenscht, aber wir haben alles wieder ordnungsgemaess aufgeraeumt und unseren Muell mitgenommen^^. Danach gings dann fuer uns drei noch in den Lake Tekapo zum baden. Mit jedem Mal baden wird einem schneller warm, zudem ist es gut fuer das Immunsystem.

Die Gegend um den See selbst ist ja fuer seinen klaren Sternenhimmel beruehtmt, da die Verschmutzung durch Licht hier besonders dezimiert ist. Und so geschah es dass sich der Himmel unerwarteterweise in der zweiten Nacht auftat und den Milky Way fuer uns bereithielt. Ein wirklich schoener Anblick, zumal sich der Himmel hier ja von der Nordhalbkugel unterscheidet. Haetten wir noch bis um 3 oder 4 Morgens gewartet, wuerden die Sterne noch besser zu sehen sein, allerdings waren wir alle zu muede dafuer.

An Ereignissen wars das fuers erste und den Rest erzaehlen die zahlreichen Bilder =).

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