05 Banks Peninsula Teil II

Donnerstag, der 27. November 2014

Basierend auf einen am 25. November entstandenen Blogeintrag.

Die Nacht war sehr unruhig. Zwar liess der Wind mit der Zeit stark nach, sodass maximal noch eine leichte Brise ueber die Huegel sauste, aber ich gluehte noch nach und schwitzte durch meinen Sonnenbrand. Die Blessuren haben auch nicht gerade fuer eine ruhige Nacht gesorgt. Im Prinzip konnte ich nur breitbeinig auf dem Bauch ohne Schmerzen schlafen, aber versucht mal breitbeinig im Schlafsack zu liegen^^, geht nur wenn er auf ist und dann wirds kuehl.
Als ich dann einmal die Nacht aufwachte, musste ich die Gelegenheit beim Schopfe packen und rausgehen um mir den wunderschoenen leuchtenden Sternenhimmel anzusehen! Kein Ton drang an mein Ohr, alles um mich herum komplett still und Licht gab es nur im weit entfernten Lyttelton zu sehen, dass aber, um die Sicht auf die Sterne zu trueben, bei weitem nicht stark genug war. Im Gegenteil, es haetten selber Sterne sein koennen. Selbst die Milchsstrasse war zu erkennen, einfach fantastisch! Leider war ich nicht ganz bei Sinnen um es vollstens zu geniessen, aber es wird schon noch genug Moeglichkeiten geben die Suedhemisphaere zu begutachten.
Gestern Abend als ich ankam, habe ich gleich nen Feuer gemacht, mehr aus psychologischen Gruenden als fuer Waerme. Die Huette hat nen schoenen Ofen und insgesamt 3 Zimmer. 1 Wohnzimmer und 2 Schlafsaele, eines mit 5 und eines mit 4 Betten. Es handelt sich um einen Massivbau und wird durch das DOC bewirtschaftet. Das heisst lediglich, dass fuer Holz, Kerzen, Anzuender, sowie Streichhoelzer gesorgt wird, fuer den Rest sind die Backpacker verantwortlich. Wasser gibts hier auch (Regenwasser?), sowie ein Bio-Plumpsklo und etliche Schafe drumherum. Fuer Nahrung ist also im Notfall gesorgt :D.

Ich denke nicht, dass ich im Stande bin den Rest des Weges heute auch noch zu gehen. Das liegt vorallem an der Distanz. Nachdem ich gestern fuer 40km 12h benoetigte, will ich nicht wissen, wieviel ich fuer die anderen gut 55 km brauchen wuerde. Ich koennte zwar nur einen Teil der Route laufen und dann runter zum Highway abzweigen, aber das Wetter spielt derzeit auch nicht mit. Tiefhaengende Wolken, schlecht ausgeschilderte Wege und die Aussicht auf Strapazen mit den ohnehin schon vorhandenen Blessuren machten mir die Entscheidung nun doch leicht abzusteigen und zum Highway zu gehen. Zum Parkplatz soll es gut 1,5h dauern und der Weg hinunter war fuer die Beine anstrengender als der hinauf. Steile Haenge abwaerts gehen sehr stark auf die Knie, weshalb man aufpassen muss sich nicht weh zu tun. Zudem war ich noch ein wenig wackelig auf den Beinen, ein Grund mehr langsam und mit bedacht zu gehen. Unten dann angekommen muss ich irgendwie den Parkplatz verpasst haben, war ja mal wieder nicht ausgeschildert^^, sodass ich dann die Strasse zum Highway (gute 6km) zu Fuss ging, nachdem ich mir noch ne halbe Stunde Pause goennte. Zudem bildete ich mir ein in den Bergen Donner gehoert zu haben, zwar eher leise, aber dominant. Dies bestaetigte mich nochmal in meiner Entscheidung abzusteigen. Regen und Gewitter waeren das letzte was ich haette gebrauchen koennen.

An einer Raststaette wiederum angekommen, traf ich ein Paerchen mit einem Van die ich dann bat mich die restlichen 4km zur Strasse mitzunehmen, was sie auch freudig taten. Das erste Mal das ich trampte und gleich ein voller Erfolg :D. Sie kommen aus der Slowakei, wozu ich ja auch eine Verbindung habe und sagten, dass sie schon ein Jahr in NZ seien und hauptsaechlich in Wellington arbeiteten und nun die Suedinsel erkunden wollten. Nach gut 10 Minuten hiess es auch schon wieder Abschied nehmen. Ich bedankte mich hoeflichst und tat mein bestes erneut mitgenommen zu werden um Akaroa zu erreichen. Erstaunlicherweise hatte ich dann nach bereits 5 Minuten schon Glueck. Ein aelterer Herr aus ‚Little River‘ nahm mich mit. ‚Little River‘ so sagte er, sei ein kleines Oertchen in dem auch sehr viele Deutsche wohnen.
Da es eh nur die eine Richtung hier gibt, musste ich demzufolge auch nur immer „geradeaus“ gehen, bzw. fahren. Als er mich dann wieder rausliess, hatte es wiederum nur 10 Minuten gedauert bis mich eine etwa mitte-50-jaehrige Frau auflas und den Rest des Weges bis nach Akaroa mitnahm. Sie war sehr freundlich, hatte aber einen sehr gewoehnungsbeduerftigen Fahrstil drauf, sodass ich mich schon arg konzentrieren musste um micht nicht zu uebergeben. Sie setzte mich sogar direkt vor dem Hostel ab, was wirklich leicht zu erkennen ist. Pink gestrichen und nen fettes Schild an der Wand auf dem „Chez la mer Backpackers“ steht; zudem befindet es sich direkt an der Hauptsstrasse^^.

Im Hostel angekommen checkte ich dann erstmal ein und legte mich ruecklings aufs Bett um etwas auszuruhen und anschliessend eine wohlverdiente Dusche zu nehmen. Trampen scheint hier wirklich sehr gut zu gehen und ich spiele mit dem Gedanken auch auf den Rueckweg den Daumen auszustrecken und mein Glueck zu probieren, anstatt 25$ von meinen schrumpfenden Bargeld fuer den Bus nach Christchurch auszugeben. Im naechsten Beitrag werde ich dann ein wenig was ueber Akaroa selbst erzaehlen. Mein Ziel war fuers erste erreicht, auch wenn ich es nicht ganz aus eigener Kraft erreicht habe, war es dennoch eine schoene Tour.

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