Tag 09: „Nervige Insekten…“

Dienstag, der 8. Oktober 2013:

Der Tag begann mit Sonne und angenehmen Temperaturen, weshalb ich mich entschloss heute nur i, T-Shirt zu gehen. Auf dem Plan stand ja heute, das was ich gestern beschrieben habe, leider wurde daraus mal wieder nichts. Zum einen ging ich den Weg den ich auch gestern schon gegangen bin, nur bin ich wieder auf Wechsellagen getroffen die natürlich kartiert werden wollen. Zudem hat sich da auch noch ein Gestein breit gemacht, was ich dort nicht erwartet hatte und zuletzt im Nordosten gefunden habe. Dies stellte sich jedoch weniger als ein Problem dar, da ich es gut weiterverfolgen konnte. Das eigentliche Problem war die Zeit. Ich habe länger für den Weg benötigt als ich dachte, sodass sich der eigentliche Abstecher nach Špania Dolina nicht lohnte. Halb sieben ist hier schon alles duster, und wenn man annimmt, dass ich bei der eigentlichen Route auch noch ein paar Grenzen begegnen werde (von mind. 3 weiß ich schon dass sie da langlaufen müssen), und dann noch die große Runde zu machen, wäre sehr eng geworden. So bin ich dann auf die nächste Ebene nach oben gegangen und quasi westlich des Örtchens wieder zurückgegangen, was auch gute zwei Stunden dauerte. Da noch ein großer Teil des Stückes unbekannt war, konnte ich gleich kartieren und mit dem Gestein auf der Ebene darunter interpolieren. An der Wegkreuzung zum oberen Pfad wurde ich auf einen Aufschluss aufmerksam, dessen Essenz mir eine ganze Menge Arbeit ersparen könnte.
Ich hatte ja von den Wechsellagen vom tonigen und vom groben Gestein gesprochen. Hier gehen diese nahtlos ineinander über und bilden eine Einheit. Meine Theorie dazu lautet nun, dass Porenwässer (Fluide) im ursprünglich groben Gestein durchgegangen sind, einige Klasten (Feldspäte) lösten und zu Tonmineralen alterierten, was die rote Farbe hervorbringt und die geringe Korngröße erklärt. Bleichung und Farbänderung kenn ich auch aus dem Buntsandstein der Trias bei uns um Jena, das das also möglich ist, ist keine Frage, und wenn ich hier die fließenden Übergänge sehe kann ich davon ausgehen, dass es alles eine Einheit ist. Diesem „Phänomen“ bin ich weiter entlang des Weges auch nochmal begegnet, was die Theorie dann untermauert und zudem auch erklärt wie, so kleinräumig Wechsel stattfinden können, die sich auch sehr stark unterscheiden, denn selbst das grobklastige ist manchmal rötlich angehaucht, und auch das tonige kann sehr grobe Klasten beinhalten. Demzufolge bräuchte ich die Grenzen der Wechsel nicht kartieren, sondern kann es alles als eine Einheit markieren! Mit der Erkenntnis könnte ich eine Woche Pause machen, und mich dann um die restlichen paar weißen Flecken kümmern xD. Aber nein, was das angeht spreche ich erst nochmal mit meinem Prof.
Das Kartieren auf der oberen Ebene war nun denkbar einfach, es war alles das gleiche, so wie es sein sollte^^. Die wenigen Ton-Übergänge habe ich vorsichtshalber doch noch mit eingezeichnet, nur für den Fall der Fälle. Die Aussicht und die spätnachmittags Sonne war dort oben einfach nur herrlich. Sobald man jedoch in den Schatten kam, wurde es kühl und ich habe mir meinen Pullover gewünscht :D. Was ich auch noch berichten muss, sind diese nervigen (wirklich extrem nervigen) kleinen Insektenviecher! Ich weiß nicht was das für Dinger sind, in D gibt’s die auch. Sie sind etwas größer als Zecken, haben dickere Beine, sind braun und besitzen Flügel. Ich könnte mir vorstellen, dass sie von Schweiß oder Körperwärme angelockt werden, aber wirklich was zu machen, außer einen zu bekrabbeln und zu piesacken, scheinen sie nicht – zum Glück. Als wäre das noch nicht genug, beflogen mich auf einmal um die zehn Marienkäfer… Gegen die hab ich ja nichts, aber wenn sie in Horden kommen, können sie sich gleich zu den anderen Viechern gesellen. Wir hatten einst in meiner Heimat vor etwa 5 Jahren eine Marienkäfer Plage. Ich bin mit dem Fahrrad ins nächste Örtchen gefahren und kam kaum Vorwärts so viele waren es. Hier war es zum Glück nur punktuell.

Der Rest des Weges war mir seit gestern nun bekannt, sodass ich vom höchsten Punkt noch etwa eine Stunde bis nach Hause lief. Meine Beine waren platt und ich brauchte eine Dusche, weil ich ständig das Gefühl hatte, das was an mir rumkrabbelt. Anschließend ging es noch schnell einkaufen, damit ich morgen früh genug zum Mitnehmen habe. Danach dann das alltägliche Prozedere, chillen, Pilze schnippeln (ein Steinpilz, drei kleine Maronen) und später noch an die Auswertung des Tages setzen, samt Eintragungen in die richtige Karte (das andere ist die Feldkarte – wie die Aussieht…^^).

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