Tag 02: „Pilze & Mineralien“

Tag 2: Dienstag, der 1. Oktober 2013

Da wir gestern einiges für meine Arbeit gemacht und gesehen haben, war es nun an der Zeit ein wenig was für die Arbeit meiner Kollegin zu tun. So suchten wir zwei alte Halden auf, wo früher Gold bzw. andere Erze wie Antimonit gefördert wurden. Für die Erste mussten wir gute zwanzig Minuten mit dem Auto gen Osten fahren, vorbei an Dörfern, deren Gebäude mir richtig gefallen, und moderne Steinhäuser neben alten, aber mit Charme behafteten Blockhäusern stehen. Die Slowaken bauen ihre Häuser selbst bzw. lassen sie bauen. Gekauft wird hier so gut wie nichts; und dass sie bauen können sieht man immer wieder.
Die Halde um die es geht hat unser Prof. 1995 zum Ersten Mal gefunden, jedoch seitdem nicht wieder gesehen, weshalb es erst einmal hieß das Teil überhaupt irgendwie ausfindig zu machen. Wir hatten zwar Karten dabei, aber letztlich war es fruchtbarer einen älteren Mann zu fragen, der für seine Jahre noch richtig rüstig ist und mit uns die recht steilen Hänge hochlief. Auf dem Weg dahin fanden wir immer wieder leckere Maronen und Ziegenlippen, aber auch einen Steinpilz. Mangels Platz nahmen wir erst auf dem Rückweg einige mit, die dann in der Pension getrocknet werden sollen und ich dann zurück nach Deutschland mitnehme :). Nach gut 10 Minuten, und dank der guten Beschreibung des Herren, haben wir den unscheinbaren Abraum entdeckt. Mittlerweile hat sich natürlich der Wald dort ausgebreitet, sodass man sich an der „Grube“ orientieren musste. So war unsere Aufgabe nun möglichst nach Quarzgängen Ausschau zu halten um dort eventuell Mineralisationen zu finden, was uns leider verwehrt blieb. Quarz gab es da so schon recht wenig, und ich mich fragte ob sie damals wirklich was an Gold fanden. Muss aber eigentlich, da die Halde sonst zu groß ist. Das Gestein dort ist übrigens Granit mal mit extrem viel Dunkelglimmer (Biotit), mal mit fast gar keinem. So ging es dann nach eineinhalb Stunden vergeblicher Suche weiter zur nächsten Halde, die nochmal gut fünfzehn Minuten entfernt lag.

In dieser – viel größeren – haben wir auch tatsächlich Antimonit Erzgänge gefunden und dazu noch eine Pyrit Konkretion im Quarz (meine Wenigkeit^^). Pyrit wird auch Katzengold genannt und ist chemisch gesehen FeS2. Früher wurde es allgemein für Gold verwechselt, ist aber im Gegensatz dazu total wertlos. Weiter oben war sogar die Alte Mine noch offen, sodass wir uns es nicht nehmen konnten mal reinzuschauen (leider keine Bilder), trotz der Verschüttungen dort. Nach dem Eingang ging es ein Stück hoch, als wir ankamen, gab es einen Weg nach unten und einen nach oben. Der nach oben war ohne Ausrüstung zu steil und glatt und der nach unten zu dunkel. Da wir nichts riskieren wollten, ließen wir es sein und kehrten um.
Wieder in Staré Hory angekommen überbrückten wir die Zeit, bis wir dann wieder ins gleiche Restaurant Speisen gingen. Für mich gab es heute paniertes Hühnchen (richtig zart) mit Kartoffeln und Salat. Sehr lecker und mal wieder preisgünstig für insgesamt 5,60€. Anschließend dann zurück zum Hotel und so den Abend noch ein wenig ausklingen lassend =).

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