Tag 01: „Anreise“

Sonntag, der 29. September & Montag, der 30. September 2013

Nun sollte es also losgehen! Lange habe ich gewartet und doch verging die Zeit recht schnell. Da wir mit dem Europa-Spezial unsere Züge schon vorher gebucht haben, kommen wir recht günstig in die Slowakei. In Leipzig und Dresden umsteigen und mit dem Nachtexpress dann durch den Osten Europas. Als wir dann in Dresden jedoch ankamen, wurden wir darauf hingewiesen dass der eigentliche Wagon in dem wir unseren Sitzplatz reserviert hatten (Reservierung war Pflicht), kaputt war… Das heißt wir mussten uns zusammen mit etlichen anderen Reisenden in einen einzigen Wagon quetschen. Das wir mehr Leute als Plätze waren sollte verständlich sein. Erst in Prag sollte ein neuer  Wagon drangehangen werden, das jedoch zweieinhalb Stunden von Dresden entfernt liegt. Mangels Platz mussten wir uns halt in den Gang stellen, und man kann sich vorstellen das wir da nicht alleine waren und zudem ständig kuschen mussten, wenn Leute ein-/aussteigen bzw. nur durch wollten. Der Wagon war so aufgebaut dass es immer 6er Abteile gibt, mit Tür und allem, und an der Seite dann einen schmalen Gang. Nun war es auch so, dass der Schaffner ein solches Abteil ganz für sich hatte, praktisch aber nie drin gewesen ist und das Ding immer geschlossen war. Fand ich in dem Zusammenhang schon ziemlich dreist, dass  sich die Gänge nicht ein wenig entleeren konnten, auch wenn es nur sechs Plätze sind. Naja, so machten wir es uns halt mit 2 Amis, einem Serber (der auch sehr gut Deutsch sprach und mit dem wir uns die Zugfahrt über unterhielten), sowie zwei anderen die kein Wort sprachen, im Zwischengang zum nächsten Wagon „gemütlich“. Wir haben es mit Humor genommen und die anderen auch^^.

In Prag dann angekommen stiegen wir aus um dann schnellst möglichst einen guten Platz zu ergattern. Die neuen Wagons (es waren gleich drei) wurden dann angehangen und jeder hat letztlich einen Platz gefunden. Dies war auch vonnöten, denn wir waren müde und mussten am Morgen zum Montag hin gleich ins Gelände. Ein wenig Schlaf war also nicht schlecht. Leider konnte ich kaum ein Auge zubekommen, irgendwie war ich über dem Punkt der Müdigkeit bereits hinüber, die letzten eineinhalb Stunden ging es dann einigermaßen.

In Bratislava angekommen erhielten wir noch die Mail Adresse von Filip (dem Serben), da wir weiter im Kontakt bleiben wollen und er auch bald in Leipzig studieren wird (Kunst) und wurden auch wie abgemacht von unserem Prof. abgeholt. So fuhren wir mit dem Bus in die Wohnung seiner Eltern (die echt schön war!) um dort noch etwa drei Stunden zu überbrücken und ein wenig Schlaf zu bekommen (wir sind 5:38 Uhr am Bahnhof angekommen). Gegen 9 ging es dann los, für gute zweieinhalb Stunden gen Zentrum der Slowakei in den Bereich der Niederen Tatra wo ich für die nächsten Wochen leben und arbeiten soll. So quartierten wir uns ins beschauliche kleine Dörfchen ‚Staré Hory‘ ein, direkt neben einer kleinen katholischen Kirche mit dem Namen „Ave Maria“. 12 Euro die Nacht sind mehr als erwartet, dafür ist es hier ganz schön. Kurz nach dem einchecken machten wir dann auch den ersten Rundgang (war ja erst Mittag) durch mein künftiges Kartiergebiet. Kurz die einzelnen Einheiten durchgehend und uns eine alte Kupferhalde (Herrengrube genannt) anschauend, fanden wir einige schöne Minerale, so unter anderem Malachit und Azurit, zwei Anzeiger für Kupferlagerstätten. Das Tiefblaue auf den Bildern wäre der Azurit, wohingegen das Grüne der Malachit ist. Das Wetter war klasse, Sonne pur, kein Wind, hohe Temperaturen, haben das Arbeiten in T-Shirt erlaubt. Anschließend sind wir noch weiter in den eigentlichen Ort „Herrengrund“ (slowakisch: Špania Dolina) gegangen. Die haben früher von der Mine gelebt, wohingegen es heute eher ein touristischer Halt ist, dennoch leben noch einige Leute dort. Ich bin schon richtiger Fan der Dörfer und Häuser hier, die sehen alle so gut aus und passen so richtig in die Landschaft rein. Ich hab zwar schon ein paar Bilder gemacht vielleicht kommen aber noch ein paar dazu =).  Dort in einer Kneipe dann noch einen Apfelsaft auf Kosten unseres Profs. getrunken und dann wieder zurück zur Pension.
Da wir noch nicht gegessen hatten, gingen wir in einem kleinen Tante Emma-Laden (der das wichtigste hat) einkaufen und anschließend noch im Restaurant für insgesamt (mit Getränk, Knoblauchsuppe als Vorspeise und Gnocci mit Sauerkraut sowie Speck (typisch slowakische Mahlzeit)) 5,30€ essen =). Keine Hauptspeise kostet hier mehr wie 4,70€ was natürlich klasse ist. Damit war der Tag dann auch schon gelaufen und wir fielen müde ins Bett :D.

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