Tag 2: Vulkantour

Freitag, der 9. August 2013

Heute war nun der Erste Tag den man auch zur Exkursion zählen kann. Ursprünglich war eine Vulkangebirgsüberquerung in 10 Stunden geplant gewesen, jedoch haben wir das drastisch gekürzt, da wir nun doch noch eine Nacht auf denselben Campingplatz verbringen werden.

Der Morgen fing sonnig an und das schon gegen fünf Uhr. Zwar war es in der Nacht und am Morgen recht windig, aber das Zelt ist sehr stabil. Es war sogar recht warm, zumindest solange man nen Pullover anhatte. Lief man nur mit Shirt rum war es wiederum zu kalt, was dazwischen gabs irgendwie nicht.
Nach einem guten Frühstück ging es dann um 9 bei sonnigem Wetter auf den Weg gut 10 km und ~800 Höhenmeter zurückzulegen. Trotz Aufstieg und dadurch kompensierter atemberaubender Schönheit der Natur (trotz relativer Eintönigkeit) fiel mir das Laufen recht leicht bis ich dann an den beiden Fersen fiese Blasen bekam (Schottland lässt grüßen). Aber wie ich wusste spürt man den Schmerz nach einer Weile nicht mehr, zumindest wenn man ohne Pause weiterläuft^^.

Als wir dann an einer gut 200 Höhenmeter großen steilen „Wand“ ankamen und diese dann diagonal hochgehen mussten, verschlechterte sich das Wetter zusehends. Wolken zogen auf, die leichten aber penetranten Regen brachten. Auftretender Wind verwehte die Gischt in unsere Gesichter, erzeugte aber auch wunderschöne Regenbögen, die nicht weit von uns ihren Ursprung hatten und dessen beide Enden quasi in greifbarer Nähe ihren Weg zum Boden fanden. Dieser hatte uns dann auch noch ein paar km lang begleitet – no kidding! – und hatte seinen Ursprung immer sehr nahe zu uns. Sowas hab ich bisher auch noch nicht erlebt.
Oberhalb der Wand angekommen erstreckte sich ein etwa 1,5 bis 2 km langes Plateau, wo der Wind krass wehte, sodass man sich durchaus 10 bis 15°C (Yohohohoho) gegen den Wind kippen konnte ohne zu fallen^^. Dazu noch der Regen und das Wetter war perfekt. Damals in Schottland ein Grund zu resignieren, heute habe ich es genossen (was wohl auch an meinem Samsas Traum Pullover – der Wasser und Wind extrem gut abhält und meiner Regenjacke, die ich in Schottland noch nicht hatte – lag). Vielleicht lag es auch an der Gruppendynamik. Ob ich nun wirklich was aus Schottland gelernt habe wird sich erst bei einer weiteren Individualreise zeigen.
So gings dann irgendwann – dem Weg folgend und bei schlechtem Wetter – wieder Bergauf, Bergrunter, über Schnee und an riesigen in der Ferne liegenden Gletschern vorbei (Tindfjallajökull), bis zum Zentrum des 2010 ausgebrochenen Eyjafjallajökull. Links und Rechts dieses Grates auf dem wir standen (die Sicht war im übrigen echt mies und das Wetter unverändert) befindet sich eben dieser Gletscher (-jökull = Gletscher) unter dem der Vulkan haust. Bilder gibts von da oben, wegen den Witterungsbedingungen leider kaum, ausser eines. Das wo ihr roten „Boden“ seht, ist das Zentrum. Die rote Farbe deutet darauf hin.
Der Rückweg verlief soweit sehr ruhig. Einige Stellen waren teils sehr schwer zu begehen, da sie steil, rutschig oder beides waren. Wieder im Camp angekommen hieß es erstmal die Klamotten zu wechseln und in lockere Sachen schlüpfen. Nach einem kurzen Snack gings erstmal in den Schlafsack um meine schmerzenden Knöchel (vom Abstieg) und meine Fersen zu schonen und nebenbei ASP’s neues Album „Maskenhaft“ zu hören, was mir immer mehr zu gefallen weiß und ich fast den gesamten Abstieg lang Ohrwürmer davon im Kopf hatte.

Um sieben gabs dann Essen -> Nudeln mit Champignons und Käserahmsoße + Fleisch, was extrem lecker war, so lecker dass die Augen mal wieder größer als der Magen – für ne extraportion plädierten. Der Rest wurde dann an die Schweine (Namentlich: Studenten) verfüttert :D.
Danach gabs dann ne kleine geologische Zusammenfassung vom Tag für den Bericht den wir schreiben müssen. Darauf wiederrum noch eine kleine Exkursion mit einer kleinen aber interessierten Gruppe die sich die Zopfstrom Sedimente mal näher ansehen wollte. Auch haben wir ziemlich mächtige Moränenablagerungen gesehen, was zeigt das der Tindfjallajökull mal viel weiter Flussabwärts ragte.

Letztlich liege ich nun im Sack, bringe die letzten Zeilen zu Papier und werde gleich schlafen gehen. Bis Morgen =)

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