Tag 06: So. der 09.09.2012

„An die psychische Grenze“

War dies doch für eine herrliche Nacht war! Mal wieder Sternenklarer Himmel, kein Geräusch und die Milchstraße ließ sich auch bewundern! Es war auch gar nicht mal so kühl wie angenommen, dennoch war der Rasen am Morgen vom Tau klitschnass. Gut dass ich in der Hütte geschlafen habe. Die Holzpritsche, welche nur so breit ist wie meine Isomatte (also etwa 40 cm) hat sogar vom Platz her ausgereicht, obwohl ich zuerst bedenken hatte mich des Nachts auf dem Boden wiederzufinden. Ich muss sagen dass es auch echt bequem war, auch wenn es keine Polster gab, aber mit jeder Nacht lieg ich irgendwie besser. Auch hatte ich noch einen Schlafkumpanen im Häuschen. Es war wahrscheinlich eine Fledermaus! In der Nacht klackte es einmal und dann hört man nur noch gemecker. Also entweder ist sie heruntergefallen oder irgendwo gegen geflogen, obwohl ich mir beides nicht wirklich vorstellen kann^^. Auf jeden Fall flog sie ein und aus, störte mich aber nicht im geringsten. Meine körperlichen Schmerzen die ich gestern vom schleppen und laufen mitbrachte sind indes auch sogut wie vollständig verschwunden, was mich sehr freut! So wird das wandern heute vorerst angenehmer sein^^.
Den Rest des Tages ging es Bergauf, Bergab, Bergauf bis ich auf den großen Beerberg kam der 982 m ü. NN herausragt. Danach ging es kontinuierlich Bergab wo ich noch an „Schmücke“ vorbeikam, meine Wasservorräte auffüllte und mich noch ein wenig in den Schatten legte und las. Weiter ging es nun Richtung Stützerbach dem Rennsteig folgend bis zum Haltepunkt „Mordfleck“ wo ich den Rennsteig dann verlies und dem Schild nach Stützerbach folgte. Auf diesem Weg, der an einem Bach lang führt sollte eigentlich eine Schutzhütte sein auf die ich mich physisch und psychisch versteift habe, jedoch war dort keine! Mein von mir auserkorender Schlafplatz war nicht da, was mich durchaus runter gezogen hat, da ich total kaputt war. Mein Rücken steikt (mal wieder), meine Innenschenkel sind aneinander aufgescheuert und mein rechter Fuß schmerzt beim strecken. Ich glaube das mit dem „Krüppel“ sollte ich nächstes mal nicht zu laut sagen^^. Achja, mein innerer Teufel  hatte sich wieder gemeldet und nach Abkürzungen gesucht, so war eine Tafel am „Mordfleck“ welche sagte, dass es noch 4 km bis nach Neustadt am Rennsteig wären. Beim Nachfragen einer Fahrradfahrerin, wurde jedoch klar dass kein Weg an Ilmenau vorbeiführt, was auch gut so ist! Denn ich will keine Abkürzungen und keine Umwege laufen! Mein Ziel ist Ilmenau!
Als ich nun der Straße, welche auf dem Weg traf, dem ich folgte, weiterging, kam ich an eine Kreuzung, wo ein Schild in Richtung Ilmenau zeigt, was noch 13,8 km entfernt sei. Jihaaaa, hab ich gedacht! Dann kam mir ein sehr netter Mann namens Paul entgegen der mich darauf hinwies dass es an den „zwei Wiesen“ eine Schutzhütte gäbe. 2,7 km Bergauf! Aber ok, er hat angeboten mich zu begleiten und wir kamen ins Gespräch. Am Ende als wir dann ankamen, tauschten wir noch E-Mail Adressen aus und er ging zurück nach Manebach.
Ich bin fix und alle! Jetzt wo ich diese Zeilen schreibe geht mir fast das Licht aus, denn es ist kurz vor 8, weswegen ich auch jetzt aufhören werde^^.

P.s. 12 km bis nach Illmenau :D.

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