Tag 03: Do. der 06.09.2012

„Schlafplatz unter Kirschen“

Die letzte Ncht habe ich durchweg besser geschlafen als die vorige. Ich denke das es u.a. daran liegt, dass sich der Körper langsam an die Strapazen und den Untergrund gewöhnt, sich quasi anpasst.
Leider hat es sich dann heute Morgen wieder zugezogen, jedoch denke ich nicht, dass es heute noch Regen geben wird. Nach dem Aufstehen (etwa um 9 Uhr)bin ich in die Waschküche gegangen und habe mir einen Tee gemacht. Dieser war zwar nicht ganz so heiß wie er hätte sein sollen, aber Geschmack hatte er trotzdem. Des Weiterin gab es noch ein Doppeltoast mit Schinken wie jeden Morgen, sowie als leckere Beilage zwei Stücken Käse von meinem abgepacktem Gouda.
Wenn ich schonmal beim essen bin merke ich gerade wie diszipliniert ich damit umgehe. Ich teile es mir gut ein, sodass es möglichst lange reicht. Auch den Käse, welchen ich sehr gerne esse habe ich erst am dritten Tage angerissen. Den Reis natürlich noch nicht, da ich bisher keine Feuerstelle hatte.
Ich habe noch Insgesamt 3 Doppeltoasts mit Schinken die noch 3 weitere Tage reichen werden, sofern sie keinen Schimmel ansetzen. Ich hoffe, dass ich in den 3 Wochen noch die Möglichkeit bekomme mir mein Brot im Topf zu backen, man darf gespannt sein!

Als ich nun beschloss weiterzu reisen packte ich zusammen, füllte meine Wasservorräte auf und verabschiedete mich dankend bei der Rezeption. Alsdann ging es weiter durch den Wald nach Etterwinden und von dort aus auf den Pumpälzweg zurück zum Forst- und Gasthaus Kissel. Nach etwa 20 Minuten rasten und mich stärken durch Kekse und Käse ging es weiter. Zwischendrin habe ich etliche Brombeeren, einige Himbeeren und sogar noch ein paar wenige Walderdbeeren vernascht. Während man ständig am schwitzen ist und fertig vom tragen, kommt so ein Zuckerschock, der zudem noch saftig und süß ist genau richtig!
Als ich mal wieder rastete wurde es durch den bedeckten Himmel recht kühl, weshalb ich mir meinen Mantel umwarf und ne ganze Weile in Platons Staat las bis es dann mit wiederauftauchender Sonne, weiter ging Richtung Schweina/Bad Liebenstein und somit zur Burg Frankenstein welche ich morgen besichtigen will. Auf dem Weg ins nächste Örtchen bin ich auf eine Kirschplantage gestoßen wo ich heute übernachten werde (wohl illegal, aber ich hinterlasse ja keinen Müll^^). Der späte Nachmittag ist mal wieder herrlich, Wolken und Wind verziehen sich und die Sonne erstrahlt in voller Kraft.
Eines komme ich aber nicht drumherum noch zu erwähnen! Heute hat sich mein innerer Teufel wieder zu Wort gemeldet, diesmal jedoch auf ganz listige Art und Weise! Durchs Hintertürchen ist er gekommen und hat versucht mir Flausen ins Ohr zu setzen. Süß hat er geredet vom Duft der Heimat, ich müsse nur in den nächsten Zug steigen und ich wäre die tägliche Plackerei los! Als ich ihm dann damit auf die Schliche kam, überraschte mich der Schelm auf eine neue Weise. Er ging mir an die Wanderersubstanz – meine Schuhe! Was wäre nur wenn diese vollstenst kaputt gehen? Denn war ist es, die neuesten sind es nicht mehr und zeigen auch zwischen Sohle und Schuh große Risse. Dennoch! So sprech ich zu dir und banne deine Taten hier auf Papier! Dieser Fehler haftet schon lange an den Schuhen, bisher haben sie mich jedoch immer dahingebracht wohin ich sie führte! Und so soll es auch weiterhin geschehen bis sie letztlich ihre Dienste getan haben.
Eine letzte List hatte er dann doch noch in petto, eine der schlimmsten, der ich fast auf dem Leim gegangen wäre! So sprach es in meinem Kopf:

„Ich denke ich brauche mir nichts mehr beweisen, ich gehe durch Feld und Flur und bin glücklich dabei – und nichts kann mein Herz betrüben. Es wäre daher ok umzukehren und nach Hause zurückzufahren. Dieser Aufenthalt hat mir gezeigt dass ich aus Schottland gelernt habe und nun bereit für meinen großen Traum bin! Ich habe meinen inneren Teufel bewzungen!“

Welch listige Sprachkunst er sich ermächtigt um mich zum umkehren zuu bewegen, obwohl ich Anfangs mit mir selbst ausgemacht habe die 3 Wochen durch zu ziehen! Nach dieser letzten Ansprache und die Entlarvung meinerseitsist er fürs erste verschwunden, doch wer vermag zu sagen, welche List er für morgen oder die nächsten Tage bereit hält? Werde ich unachtsam schlägt er Gnadenlos zu! Daher heisst es:

„Wachsam bleiben!!!“

Nur so kann ich ihm auf die Schliche kommen, ihn entmachten und meinem Traum mutig entgegentreten!

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