Tag 14: Die Abreise

Mit diesem letzten Tage nun, endet unser Japanaufenthalt. Das letzte Mal hier frühstücken und das letzte mal die U-Bahn benutzen. Irgendwo werde ich das disziplinierte, saubere und adrette Tokyo/Japan mit seinen wunderbaren Einwohnern sicher vermissen, aber irgendwo bin ich dann auch froh wieder zu Hause zu sein, wo es dann doch ein wenig ländlicher zugeht.

Es hat geregnet. Wir hatten uns ein paar Tage davor schon unser Ticket für den Zug nach Narita Airport gekauft, sodass wir dann 10:16 Uhr von Tokyo losfuhren, und 11:44 Uhr planmäßig am Terminal 1 ankamen. Da der Check-In schon seit 40 Minuten im vollen Gange war, ging auch alles recht fix und wir mussten nur schnell durch die Sicherheitskontrollen um zu unserem Gate zu gelangen. Eine kurze Wartezeit später gings dann auch schon in den Flieger von Aeroflot (russische Maschiene, wie beim Hinflug), und kurz darauf dann für gute 10 Stunden über Asien nach Moskau.
Im Flieger selbst (wir saßen diesmal ganz hinten), schaute ich dann via Boardkino die Filme „Life of Pie“, sowie „Last Samurai“. Letzterer ist ja nun schon älter, aber dennoch klasse, sieht man mal über den – für Hollywoodverhältnisse, recht wenigen – Kitsch hinweg. Life of Pie ist auf jeden Fall auch zu empfehelen, klasse gemacht, besonders die Special Efects.
Der Flug ansich war sehr schön, es war zwar die ganze Zeit über hell, sodass schalfen zwischendurch schwer fiel, aber die Bilder die dabei entstanden, können sich durchaus sehen lassen. Von oben sieht eh alles anders aus, aber die weitestgehend Menschenleere russische Tundra bestaunen zu können, ist besser als jede Doku darüber.
In Moskau angekommen, hatten wir diesmal nur gut zweieinhalb Stunden Aufenthalt. Dank des frei verfügbaren W-Lans dort am Flughafen, was man in Schönefeld vermisst hat, ging ich noch kurz ins Netz, was jetzt eigentlich aber unwichtig ist :D. Kurze Zeit später dann in die nächste Maschine in das zweikommafünf Stunden entfernte Berlin, wo wir Asyl bei einer guten Freundin von mir gewährt bekommen haben.

Kaum sind wir dort angekommen, wurde uns dann schmerzlich bewusst dass wir wieder im tristen Deutschland und noch dazu im dreckigen und von mir ungeliebten Berlin waren. Kein Vergleich zu Japan. Am Bahnhof von Berlin Schönefeld angekommen, lag überall Müll rum und der Putz blätterte von den Decken ab. Während der Fahrt noch ein paar Halbstarke Bier kippende und teils stänkernde Proleten gesehen, wurden wir von der freundlichen Chefin des Asylantenheims aufgegabelt und in die gerade neubezogene Wohnung gebracht =). Dort angekommen spielten wir vorm heia gehen, noch eine Runde Go.

Am nächsten Tag, also heute, ging es dann mit dem Zug um 10:33 Uhr zurück in meine Heimat – Usedom – zumindest bis über Ostern, danach ruft mich dann Jena wieder, kurz bevor es dann wieder zum Schulbankdrücken kommt. Hiermit endet dann nun offiziell meine Japanreise 2013. Da ich u.U. nächstes Jahr um diese Zeit wieder vorhabe dort hinzufahren (wie gesagt, ohne Gewähr) werde ich mal ein wenig mein japanisch aufbessern^^. Falls ihr noch Anregungen/Verbesserungswünsche habt, was die Berichte hier angeht, oder allgemein Kritik, bitte ich euch die Kommentarfunktion zu nutzen. An dieser Stelle vielen Dank an die Leser, die täglich neue Beiträge von mir (hoffentlich) interessiert verfolgten und auch hier und da nette Kommentare hinterließen. Vielen lieben Dank!

Vagabund =)

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6 Antworten zu Tag 14: Die Abreise

  1. sonic schreibt:

    Danke für deine tollen Berichte und Fotos; ich habe mich immer sehr gefreut, wenn ich diese lesen durfte =) Auch wenn du nun wieder auf heimatlichen Boden verweilst, kann dir sicher die Erinnerung an Japan Freude schenken!
    Ich bin dank deiner Berichte schon umso neugieriger geworden und freue mich auch irrsinnig darauf, wenn ich dorthin fliege =D
    Glg, sonic

    • VagabundenReise schreibt:

      Vielen Dank für deine netten Worte, freut ich sehr das die Berichte dir gefallen haben :D. Ich denke für dich wird es auch interessant sein, man muss dann schon Manga/Anime affin sein um es wirklich genießen zu können^^. Kannst ja bis dahin ein wenig japanisch lernen zumindest ein paar Grundsachen, falls das Englisch der Japaner mal versagt^^
      Beste Grüße!

      • sonic schreibt:

        Oh, Japanisch lerne ich eh schon das sechste Semester mehr oder weniger fleißig; also mal schauen, ob es etwas gebracht hat XD Meine Manga-Affinität war bis letztes Jahr noch nicht soooo stark ausgeprägt (außer OP), aber sie steigt…
        Glg =D

  2. sonic schreibt:

    Soooo gut bin ich noch lange nicht ;-) Ich lerne Japanisch nur nebenher und nicht als Hauptstudium. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Ich geb mir Mühe XD

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