Tag 12: Hakone-Yumoto

Gestern hiess es im Wetterbericht noch dass es einigermaßen schön werden sollte in der Region um Hakone, heute morgen war es dann Regen, Regen, Regen. Da es hier in Tokyo genauso aussah und wir uns zwischen hier-Regen und Hakone-Regen entschließen konnten, zogen wir letzteres vor um wenigstens etwas vom Gebiet zu sehen. Das der Fuji somit nicht fotographiert werden konnte muss ich denke ich nicht weiter ausführen^^. Wenigstens konnte ich einmal – auf der Fahrt nach Kyoto – diese Pracht kurzzeitig bewundern. Aber ich bin ja nun sicher nicht das letzte Mal hier gewesen, denn wie ich schon schrieb hab ich auch Freunde gefunden mit denen ich im Kontakt bleibe.
Auch der Drang japanisch zu lernen ist wieder größer geworden. Ich hoffe ich finde im kommenden Semester ein wenig Zeit dafür. Wäre praktisch denn die Meisten hier sprechen nur extrem schlecht – wenn überhaupt – Englisch.

Um 8:56 Uhr startete unser Shinkansen in Richtung „Odawara“. Mit gut 30 Minuten unsere kürzeste Fahrt, aber wie immer dennoch sehr entspannend. Von Odawara bis Hakone-Yumoto sind wir dann mit einer privaten Bahngesellschaft gefahren. Überraschenderweise war dies sogar sehr günstig. Nur 300 Yen pro Person und Fahrt für ein Tagesticket. Auch war positiv hervorzuheben, dass eine junge Frau am Schalter sehr gutes Englisch konnte und uns ein wenig beriet. Wir hätten auch eine Rundfahrt durch den gesamten Nationalpark machen können, wo das Ticket für sogar 2 Tage gültig wäre, jedoch war uns das mit 3.900 Yen pro Nase in anbetracht unserer finanziellen Lage, zu teuer. Aber merke ich mir für das nächste mal auf jeden Fall vor. Für den Preis ist das nämlich total billig, denn man kann – wenn ich das richtig verstanden habe – alle Beförderungsmittel damit nutzen. Quasi JR pass nur kleiner und billiger^^.
Hakone-Yumoto ist quasi der Aussenbereich bzw. der „Anfang“ des Nationalparks. Wir hätten auch für weitere 800 Yen pro Kopf mit dem Bus bis ins Zentrum fahren können, da das Wetter jedoch mies war, wir den Fuji eh nicht sehen würden und es in Yumoto auch Onsen gab, entschlossen wir bis ins etwa 5 km entfernte „Gora“ zu laufen. Dabei wussten wir jedoch nicht, dass der Weg direkt an der Straße entlangführt und es nicht mal ein klassischer Fussgängerweg war, sondern einfach nur ein schmaler Standstreifen.
Wie auch immer, es ging Bergauf, was meines erachtens auch ganz angenehm war, da nicht steil und viele Serpentinen. Meiner Begleiterin ging jedoch schnell die Puste aus, was in Anbetracht der Ungewohntheit auch völlig nachvollziehbar ist. Als dann auch noch eine dicke und dunkle Wolkendecke mit massig Regen über uns reinstürzte und wir bereits oben auf dem Berg waren, blieb uns nichts anderes übrig als ein Taxi anzuhalten und zurück zu fahren. Es hätte dann bei dem Wetter auch nichts gebracht in die nächstgelegene Stadt zu fahren, darum fuhren wir für fast 2.000 Yen zurück nach Hakone-Yumoto und ließen uns direkt am „Kappa-Tengoku“ absetzen. Kappa-Tengoku ist ein Onsen was ich abrate zu benutzen. Zwar hab ich schon einige warnende Rezensionen gelesen, aber da meine Mutter nicht zu lange in einem Onsen verbringen wollte, blieb fast nichts anderes übrig, denn andere waren mit 2.000 Yen pro Person doch etwas zu teuer. Nun gut. Wir kamen rein, und was als erstes auffiel war, dass das Personal kein einziges Wort Englisch gesprochen hat, sodass wir mehr oder weniger aneinander vorbeiredeten. Gut, es war eine alte Frau die sich uns annahm, von daher durchaus verständlich. Im Guide den wir am Bahnhof (neben gratis Stäbchen^^) von der englischsprachigen Angestellten bekommen haben, stand das ein privates Bad, 1.000 Yen koste. Was da aber nicht – bzw. nicht deutlich stand war, dass jeder von uns noch 750 Yen zahlen musste um überhaupt zu baden. War durchaus unvorhergesehen, darum Vorsicht bei solchen Guide Blättern. Dazu gabs noch für jeden ein kleines Handtuch, was dann zusammen 2.800 Yen für 45 Minuten kostete. Sie führte uns runter in unser Privat Onsen. Ich hatte gedacht es handelte sich um ein offenes Onsen wie die die man aus Prospekten und TV kennt, aber es war ein Indoor Onsen… Ihr könnt es auf den Bildern sehen, sehr klein und ein wirklicher Atmosphärenkiller. Die Location war mies, keine Frage, aber das Wasser war wenigstens schön heiß und hatte sicher gute 50°C. Wir konnten es noch mit kalten Wasser mischen wenns zu heiß sein sollte, aber mich hats recht wenig gestört. Es tat auch sehr gut und das Wasser schmeckte meines Erachtens nach auch anders als herkömmliches Wasser. Ich bilde mir ein dass es sich wirklich um eine natürliche heiße Quelle handelte und nicht nur um aufgewärmtes Wasser^^. Währenddessen regnete es natürlich weiter. Zwischendrin hab ich mich immer wieder schön kalt abgeduscht und bin dann wieder ins heiße Wasser gegangen, war klasse und regt das Immunsystem an.
Da wir nun dort auch nichts weiter machen konnte, entschlossen wir uns dann sehr früh wieder zurückzukehren und nahmen den nächsten Zug nach Odawara und von da aus einen umgebuchten Shinkansen nach Tokyo zurück. Dort angekommen machten wir uns auf den Weg in unser Stammlokal und assen unser geliebtes DonDon^^. Danach war der Tag quasi gelaufen und ab 15 Uhr saßen wir im Hotel rum. Mehr gibts dazu auch nicht zu sagen.

Morgen gehts abschließend noch nach Asakusa (sprich: Asaksa), wo wir noch nicht waren. Ich hab von einer Verkäuferin in Hakone-Yumoto gehört, dass es dort die Winkekatzen geben soll, die mir als Souvenir für Frau K. Noch immer fehlt^^. Ich bekomm das Ding einfach nicht zu fassen… Ich hoffe die gibt es da. Anschließend nochmal in den Kaiserpalast um ein paar schöne Bilder zu schießen, denn morgen soll es wieder schön werden und der Regen fern bleiben. Hoffen wirs^^.

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