Wolf Love

Zeit für eine neue Rezension und diesmal zu einer Band die ich selbst erst vor kurzem kennengelernt habe. Die Rede ist von Omnia! Seit einigen Jahren sind sie nun schon unterwegs und gehören, wie Faun, der „Pagan Folk“ Szene an, was man auch an ihren Songs deutlich merkt. Zu der Band bin ich im Übrigen dank YouTube und Faun gekommen. Da mir ihre Songs gut gefallen haben, entschied ich mich das Album „Wolf Love“ zu kaufen um das es jetzt gehen soll. Vielleicht kann ich ja den ein oder anderen anregen sich mit der Band auseinanderzusetzen =). Viel Spaß!!

 01)  Texte und Musik

Da ich (noch) kein anderes Album als Referenz habe, kann ich nicht genau sagen ob dieses im Vergleich zu vorigen anders ist oder nicht. Dies wurde lediglich aus Amazon Rezensionen ersichtlich. Dennoch ist die LP sehr Abwechslungsreich auch wenn es anfangs teils recht befremdliche Töne anschlug^^.

So sind die typischen Pagan Stücke vorhanden, wie etwa „Wake up“, „Saltatio Vita“, „Love in the forest“, „Shamaniac“, oder auch „Sister Sunshine“. Diese sind in ihrer Art klasse. Schon der Opener „Wake up“ vermittelt ein unglaublich schönes Gefühl. Das Lied würde ich gerne mal an einem sonnigen Sommermorgen vorgespielt bekommen und dadurch aus meinem Schlummer erwachen. „Saltatio Vita“ ist ein durch Flötenspiel getragenes Instrumentalstück und macht einfach Laune so wie der Name schon andeutet (Übersetzt etwa „Lebenstanz“). „Love in the forest“ ist mittlerweile mein Lieblingsstück dieses Albums und ist von den hervorgerufenen Emotionen her, „Wake up“ sehr ähnlich. Ein extrem fröhlicher und positiver Song in dem es um den Beischlaf in der Natur geht, wie man vom Titel schon ableiten kann =). Für die Band ein Credo und das normalste der Welt. Mit „Sister Sunshine“ liefern Omnia eine Ode an die Sonne. Ebenfalls ein sehr fröhlicher und schöner Song.

Mit dem zweiten Lied des Albums „Dance until we die“ gehen Omnia einen recht ungewöhnlichen Weg und bis dato auch einzigartigen. Sie verbinden Rap mit Folk. Anfangs war es ehrlich gesagt sehr gewöhnungsbedürftig, aber mit der Zeit ist es richtig gut, und als „Ausrutscher :D“ durchaus verzeihbar^^. Zumal der Inhalt dafür doppelt überzeugt, wo es um die Unfreiheit des modernen Menschen geht, das sinnlose Leben in Städten und dass die Reichen immer reicher werden – Gesellschaftskritik ganz nach meinem Geschmack!

Mit „Jabberwocky“, „Teachers“, „Toys in the attic“, „Wolf Song“ wird es dann etwas schwermütiger/melancholischer und nachdenklicher. Alle Songs haben Inhalt (den ich jetzt hier nicht verraten werde^^), und sind von der vermittelten Atmosphäre sehr dicht und geben einem teils ein beklemmendes oder auch selbstreflektierendes Gefühl. Die Bedeutung von einigen Texten wie von „Teachers“, hab ich selbst noch nicht ganz heraursgefunden, aber umso mehr spaß macht es diese Stücke zu hören und umso länger bleiben sie mir erhalten. Hier wird auch das Piano oft verwendet, zum Schaden der typischen Pagan Instrumente. Das Didgeridoo hört man generell weniger auf dem Album, aber ohne Referenzalbum lässt sich das auch schwer quantifizieren.

Ein anderer ganz besonderer Song ist „Wheel of time“. Auch dieser hat eher eine melancholische Grundstimmung jedoch ist der Gesang eher neutral, teils sogar etwas fröhlich. Ich liebe diesen Song und seinen Inhalt. Die Protagonistin, sieht zurück auf ihr leben und fragt sich wohin das was sie einst besaß verschwunden ist. Ihre Liebe, ihr altes Ich und ihre Zuflucht. Fast schon belustigt/fröhlich gesungen klingt dann die Zeile in der sie singt, dass Falten behaftete Augen aus dem Spiegel zu ihr blicken. Ein klasse Song der zum Nachdenken anregt. Die Botschaft ist klar: Mach das wozu DU Lust hast und schau mit Freuden zurück auf dein Leben.
Ein weiterer Song der mir sehr viel Freude bereitet hat ist „Cornwall“. Hier erzählt der Sänger Steve Sic, aus seinem Leben. Ein waschechter schön komponierter und gesungener Heimatsong ohne dabei kitschig zu werden oder in Schlager abzudriften.
Der letzte Song der Scheibe ist „Sing for Love“, wie einige andere ist auch dieser ein eher melancholischer/trauriger Song, der mir Bilder einer einzelnen Person an einem Lagerfeuer sitzend und nachdenkend vermittelt.
Ein weiterer Song den ich noch erwähnen muss/sollte ist „Taranis Jupiter“ wo es um die – aus verschiedenen Kulturen stammenden – Gottheiten des Donners geht. Ein Song der auch als Herausforderung an eben diese gedeutet werden kann, und laut Zusatzinformationen, in Italien während eines Gewitters entstanden ist. Besonders bezeichnend ist der Männerchor mit seinen starken kräftigen Stimmen die zur Thematik wunderbar passen. Ein Song den man hören sollte.

Abschließend lässt sich zu den Songs sagen, dass sie allesamt ihren eigenen Charme haben, und ich jeden einzelnen mag, da auch jeder über Inhalt verfügt und verschiedene Lebenssituationen anspricht. Im Generellen ist es ein Album das man am liebsten zwischen Winter und Frühling hört um die Stimmung richtig aufzufangen. Zum Glück haben wir gerade diese Zeit, vielleicht gefällt es mir auch deswegen so gut^^.

 02)  Bonus DVD:

Die Bonus DVD ist sehr umfangreich, dass mal vorneweg! Auch wenn es etwas länger dauert bis das Menü aufgebaut its, ist es dennoch sehr schön und im Stile der sonstigen Aufmachung gestaltet. So gibt es ein paar Clips vom Live Konzert des Castlefests 2009 (Live sind sie eh am geilsten!), Behind the scenes Material, ein Studiovideo zum Lied „Wolf Song“, sowie eine ganze Palette von Naturbildern untermalt mit Musikstücken von Omnia. Als i-Tüpfelchen ist ebenso noch das Akustik stück „Old men Tree“ enthalten, samt Studiovideo und ein Song aus ihrer Punkerzeit vermutlich in den 80ern/90ern. Auf jedenfall sehr interessant, man erkennt die Mitglieder kaum wieder, vorallem Jenny^^. Also da kann man nun wirklich nicht meckern!

03)  Aufmachung/Artwork:

Also für 15€ diesen Umfang und diese Aufmachung zu bekommen ist schon genial. Es ist beileibe nicht so aufwendig wie bei ASP, aber dafür etwas Bodenständiger und dennoch schön. Weniger ist manchmal mehr heißt es ja =). So finden wir auf dem Cover erst mal goldene Verzierungen die vom Namen über das Logo von Wolf Love zu Dornengestrüpp reichen. Im Hintergrund ist ein eher düsterer Herbst-/Winterwald zu erkennen was vom Gefühl her zum Titelsong passt. Klappt man das Digipack auf so ist die rechte Hälfte ebenso mit goldenen Lettern und Dornengestrüpp verziert. Im Hintergrund befinden sich eine Wolfsspur im Schnee und einige Bluttropfen. In der Schrift heißt es: „Only Love can tame the Demon“. Klappt man dann die rechte Seite auch noch auf, befinden sich die beiden Scheiben jeweils außen und das Booklet festgeklebt in der Mitte.
Dieses beginnt mit einem Zitat wie man es auch von Faun kennt und vermutlich in der Szene generell Anwendung findet. Die Inhalte und das Artwork des kleinen Heftchens, erinnern mich doch sehr an das Eden Album von Faun. Absicht oder nicht (weiß gerade nicht welches Album zuerst da war), ich unterstelle keine Plagiat Vorwürfe, zumal beide Alben klasse gemacht sind^^. Es sind natürlich die einzelnen Lyrics und zu einigen noch ein paar kurze Worte der Band sowie zusätzliches Artwork enthalten, was sich zumeist auf die Darstellung der Bandmitglieder beschränkt. Besonders die Bilder von Jenny wissen zu gefallen. Eine wahre Schönheit^^.
Anbei noch ein extrem schöner Liveclip vom Song „Saltatio Vita“:

Wenn das Video von Youtube gesperrt worden sein sollte, geht auf diesen Link. Dann könnt ihr für euren Browser ein Add-on runterladen was euch die geblockten Videos wieder abspielt =). Dieser Tipp kam direkt von Omnia auf ihrer Homepage: Worldofomnia.com. Scheint nur nicht bei eingebetteten Videos zu funktionieren.

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